Ramon (12) erstickt beim Spielen im Sand

Pocking/Straubing - Ein zwölfjähriger Junge ist am Samstag in Pocking (Landkreis Passau) vor den Augen seines Freundes in einer Kiesgrube verschüttet worden und dabei ums Leben gekommen.

Ramon (12) und sein Freund Jonas (13) haben sich am Samstagnachmittag zusammengetan, um eine Kiesgrube nahe Pocking zu erkunden. Mit ihren Fahrrädern sind die zwei Freunde unterwegs. Erst spielen sie ein wenig am Bach, dann rasen sie mit ihren Bikes über kleine Schanzen – sie toben sich so richtig aus. Doch dann kommen die Schüler auf eine gefährliche Idee: Sie wollen den Kies-Sandberg hochklettern und an der Seite herunterrutschen. Wenig später ist Ramon tot …

Es ist 16.30 Uhr, als das Unglück seinen Lauf nimmt. Ramon und Jonas steigen den rund acht Meter hohen Berg nach oben. Die erste Rutschpartie geht noch glatt. Doch dann passiert es: Als Ramon über das Sand-Stein-Gemisch schlittert, kommt über ihm eine kleine Lawine ins Rollen, die dann plötzlich über dem Buben zusammenbricht. Ramon ist verschwunden. Jonas ruft sofort den Notruf an. Er schreit regelrecht ins Telefon: „Mein Freund ist verschüttet! Hilfe!“

Als die Rettungskräfte vor Ort sind, müssen sie nach dem Buben suchen. Der halbe Berg wird umgegraben, um Ramon endlich zu befreien. Doch die Hilfe kommt zu spät. Um 17.20 Uhr können die Männer den Buben aus zwei Metern Tiefe nur noch tot bergen.

Der Tod des blonden Buben schockt die ganze Region rund um Pocking. An der Unglücksstelle stellten Freunde Kerzen für ihren verstorbenen Mitschüler auf. Ramon war überall beliebt, ein sehr hilfsbereiter und liebenswürdiger Klassenkamerad. Sein Kumpel Jonas, der mit eigenen Augen beobachten musste, wie sein Freund starb, wird derzeit von Psychologen betreut. Auch um die Angehörigen kümmern sich die Experten. Die Kiesgrube – das Betreten ist hier verboten. Ein Schild weist jedenfalls in großen Buchstaben daraufhin. Aber Ramon und Jonas wollten doch nur einen Buben-Ausflug unternehmen …

age

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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