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Hella Brice, die Witwe von Schauspieler Pierre Brice, lässt den Nachlass ihres Mannes versteigern. Foto: Jens Kalaene

510 000 Euro bei Nachlass-Auktion von Pierre Brice

Mühlenbeck (dpa) - Die Versteigerung des Nachlasses von Winnetou-Darsteller Pierre Brice hat gut eine halbe Million Euro eingebracht. Seine legendäre Silberbüchse, ein Nachbau des Film-Originals, erzielte mit 65 000 Euro den mit Abstand höchsten Preis.

Ein Jaguar ging am Montagmorgen gegen 2.30 Uhr als letztes Los für 18 000 Euro an einen neuen Besitzer. "Das Interesse war unerwartet groß. Von den mehr als 1500 Erinnerungsstücken ist nicht ein Teil nachgeblieben", sagte Familiensprecher Thomas Claaßen am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Witwe Hella Brice (66) hatte fünf Monate nach dem Tod ihres Mannes am Samstag und Sonntag in Mühlenbeck bei Berlin seinen persönlichen Nachlass versteigern lassen. Ein "großer Teil" des Erlöses solle der Initiative "Dalai Lama future4children" zugutekommen, hatte sie angekündigt. Den genauen Betrag wolle sie nicht an die große Glocke hängen, sagte Claaßen.

Pierre Brice, der mit seiner Darstellung der Karl-May-Figur in zahlreichen Filmen und bei Festspielen ganze Generationen begeistert hat, war im Juni mit 86 Jahren in Frankreich gestorben. Besonders gefragt waren bei der Versteigerung seine Indianerstücke. Das Originalkostüm aus dem Film "Winnetous Rückkehr" (1998), das von der vermeintlichen Todeskugel noch das Einschussloch am Herzen hat, ging für 9000 Euro weg.

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