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Zum 60.: Das wussten Sie noch nicht von Bruce Willis

New York - Bis auf den Oscar hat Bruce Willis, der am Donnerstag 60 wird, in Hollywood so ziemlich alles erreicht. Trotz seiner Berühmtheit finden sich aber überraschende Details in seiner Biografie.

Nicht allzu viele Amerikaner wissen, dass es Idar-Oberstein gibt. Geschweige denn, wie man es ausspricht. Einer kann es, und der ist sogar berühmt: Bruce Willis ist in dem Städtchen am Hunsrück geboren, seine Mutter kommt aus der Nähe von Kassel. Der Hollywoodstar hat nach wie vor enge Kontakte nach Deutschland - und einen Verwandten, den wirklich niemand von dem „Stirb langsam“-Star erwartet. Jetzt wird er 60.

Ein Actionstar ist Willis nur im Kino. Im Gesprächen ist er eher still. „Meine Mutter ist aus Kaufungen“, sagt er dann leise über die Kleinstadt in Nordhessen. Mutter Marlene hatte kurz nach dem Krieg einen amerikanischen Soldaten kennengelernt und 1955 wurde als erstes Kind der kleine Walter Bruce geboren. Zwei Jahre lebte der Junge in Deutschland, dann ging es nach Amerika.

War er dort schon bald der Star? Der Blender? Der coolste Schüler in der Klasse? Von wegen. Der schüchterne Bruce stotterte. Das Theaterspiel war nicht Leidenschaft, es war Therapie. Aus der Behandlung wurde eine Weltkarriere. Allerdings mit einem Umweg. Willis hatte sich zuvor in einem anderen Beruf versucht: Er war Privatdetektiv.

Als solcher wurde er auch bekannt in „Das Model und der Schnüffler“. Cybill Shepherd kannte damals jeder, aber wer war dieser große Dunkelhaarige (ja, damals hatte er noch welche) an ihrer Seite? Klar, er war vorher schon zu sehen, zum Beispiel als Randfigur in einer „Miami Vice“-Folge. Aber jetzt wurde Willis selbst zum Star und bekam einen Emmy und einen Golden Globe für seine Rolle als David Addison.

Nur selten rennt er im durchlöcherten Unterhemd durch den Film, während alles um ihn herum explodiert. Doch die „Stirb langsam“-Filme - im ersten jagte er deutsche Terroristen, die in der deutschen Synchronisation wieder irgendwie englisch wurden - haben nicht nur Willis berühmt gemacht, der New Yorker Polizist John McClane ist mittlerweile ein Stück Kulturgut. Das dreckige Unterhemd ist übrigens in Washington, im Museum für amerikanische Geschichte.

Klassiker wie „12 Monkeys“, „Das fünfte Element“, „Armageddon“ und „The Sixth Sense“ kamen dazu, und insgesamt haben die Filme des Bruce Willis etwa drei Milliarden Dollar eingespielt. Dabei ist er zuerst ein Familienmensch. Selten sah man ihn so glücklich wie im Mai des vergangenen Jahres, als seine jüngste Tochter geboren wurde. Fünf hat er - Rumer (26), Scout (23) und Tallulah (21) von Demi Moore, außerdem Mabel (fast 3) und Evelyn (im Mai 1) von Kollegin und Ehefrau Emma Heming, mit der er seit 2009 verheiratet ist.

Rumer ist selbst Schauspielerin, schon seit 1995 - da war sie gerade sieben. Wenn Willis darüber spricht, ist er ganz gerührt. Der Mann ist stolz auf seine Töchter. „Ich würde alles für sie tun“, sagt er.

Dabei hat man es manchmal nicht leicht mit der Verwandtschaft. Auch Bruces deutsche Verwandtschaft ist nicht leicht, wirklich nicht: Der Star ist mit Wilfried Gliem verwandt. Kennen Sie nicht? Kennen Sie doch: Das ist der bärtige Dicke der beiden „Wildecker Herzbuben

dpa

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