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AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd.

Altrocker vor Gericht

AC/DC-Schlagzeuger: Morddrohung gegen Partner

Wellington - Der Schlagzeuger der Band AC/DC Phil Rudd ist in Neuseeland erneut mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Im Verfahren gegen den AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd sind erste Fakten bekannt geworden: Die neuseeländische Staatsanwaltschaft veröffentlichte am Freitag eine kurze Zusammenfassung der Vorwürfe gegen den 60-Jährigen. Demnach soll Rudd am 26. September in einem Telefonanruf einen Geschäftspartner und dessen Tochter mit dem Tod bedroht haben. In einem weiteren Telefonat mit einem anderen Geschäftspartner habe er die Morddrohungen zuvor angekündigt. Die Anklage machte weder Angaben zur Identität der Bedrohten noch äußerte sie sich zu Rudds möglichen Motiven.

In den Unterlagen der Staatsanwaltschaft finden sich zudem Angaben zu Drogenfunden während einer Hausdurchsuchung bei Rudd. Demnach stießen die Ermittler dort auf Marihuana und Methamphetamine. Rudd, der seit 1983 in Neuseeland lebt, bestreitet die Morddrohungen; auch die Telefonate hat er nach eigenen Angaben nicht geführt.

Anfang November hatte die neuseeländische Justiz Anklage gegen Rudd wegen eines Mordkomplotts erlassen, diese wegen dünner Beweislage aber rasch wieder zurückgezogen. Er muss sich weiter wegen Morddrohung und Drogenbesitzes verantworten.

Der aus Australien stammende Rudd gilt als ebenso geniales wie schwieriges Mitglied von AC/DC. Unter anderem wegen Drogeneskapaden überwarf er sich Anfang der 80er Jahre mit Bandgründer Malcom Young. Im Jahr 1983 stieg Rudd aus der Band aus, elf Jahre später kehrte er wieder zu AC/DC zurück. Nachdem kürzlich Youngs schwere Demenzerkrankung bekannt geworden war, ist der Fall Rudd ein weiterer schwerer Schlag für die Rockband.

afp

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