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Alec Baldwin erschoss Kamerafrau: Entscheidender Fehler gefunden? Set-Mitarbeiter im Fokus

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Von: Matthias Kernstock

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Hollywood-Star Alec Baldwin ist in einen tragischen tödlichen Unfall verwickelt. Kamerafrau Halyna Hutchins (o.r.) verstarb dabei.
Hollywood-Star Alec Baldwin ist in einen tragischen tödlichen Unfall verwickelt. Kamerafrau Halyna Hutchins (o.r.) verstarb dabei. © picture alliance/dpa/KOAT 7 News/AP | Uncredited/John Minchillo/FRED HAYES/AFP

Hollywood-Star Alec Baldwin (63) soll bei Dreharbeiten zu seinem neuen Kinofilm Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen haben. Immer mehr Details kommen nun ans Licht.

Update vom 23. Oktober, 21.09 Uhr: Nach dem tödlichen Schuss des Hollywood-Stars Alec Baldwin auf eine Kamerafrau konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Waffenmeisterin und den Regieassistenten des Filmdrehs. Die 24-jährige Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed war während des Drehs für die Unglücks-Waffe sowie zwei weitere verantwortlich, wie US-Medien am Samstag aus einem vorläufigen Untersuchungsbericht der Polizei zitierten. Regieassistent Dave Halls hatte Baldwin demnach die Waffe während der Probe für eine Szene mit dem Hinweis gereicht, dass es sich um eine „kalte Waffe“ handele. Im Filmjargon bedeutet dies, dass sie keine scharfe Munition enthält. Halls „wusste nicht, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war“, heißt es im Polizeibericht.

Auf am Samstag veröffentlichten Aufnahmen des Notrufs nach dem Unglück sagte eine Mitarbeiterin am Set: „Wir haben zwei Menschen, die versehentlich mit einer Requisitenwaffe angeschossen wurden. Wir brauchen sofort Hilfe.“ Auf die Frage, ob die Waffe mit echter Munition geladen gewesen sei, sagte sie: „Das kann ich Ihnen nicht sagen.“ Sie beschimpfte jedoch den Regieassistenten und erklärte: „Dieses Arschloch von Regieassistent, der mich beim Mittagessen angeschrien hat ... Er sollte die Waffen kontrollieren, er ist verantwortlich für das, was am Set passiert.“

Gutierrez-Reed ist die Tochter des langjährigen Hollywood-Waffenmeisters Thell Reed. Die 24-Jährige hatte sich in einem Podcast im September über ihren ersten Filmauftrag für den Western „The Old Way“ mit Nicolas Cage geäußert. „Ich war anfangs wirklich nervös und hätte den Job beinahe nicht angenommen, weil ich nicht sicher war, ob ich bereit bin. Aber als ich ihn machte, lief alles glatt“, sagte sie.

Alec Baldwin erschoss Kamerafrau: Waffe machte seit Wochen Ärger - neue Details zum Ablauf

Update vom 23. Oktober, 13.39 Uhr: Nach und nach gibt es immer mehr Berichte darüber, was genau bei der Tragödie am Set zum Film „Rust“, bei der eine Kamerafrau starb, abgelaufen ist. Wie die New York Times nun schreibt, habe es etwa kurz vor dem Unglück einen Personalwechsel gegeben. Teile der eigentlichen Film-Crew sollen aufgrund mangelnder Sicherheit, Unterbringung und Zahlung von Gehalt gestreikt haben. Deshalb sei ein neuer Regieassistent an das Set gekommen, der Baldwin schließlich die Waffe überreicht haben soll.

Im Bericht heißt es, der Assistent habe Baldwin die Waffe mit den Worten „Cold Weapon“ gegeben, was bedeute, dass diese nicht scharf geladen sei. Auch deshalb habe Hollywood-Star Baldwin vermutlich gedacht, die Waffe sei nicht geladen. Wie die Times weiter vermeldet, habe im polizeilichen Untersuchungsbericht gestanden, dass auch der Regieassistent nicht gewusst habe, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war. Er hätte sie demnach von einem Wagen nahe der Stelle des Unglücks genommen, wo sie neben zwei anderen Waffen abgelegt worden war.

Das US-Nachrichtenportal showbiz411.com zitiert derweil einen vermeintlichen Augenzeugen des Vorfalls. Laut diesem habe Baldwin nach dem tödlichen Schuss unter Schock gestanden, allerdings auch „gefasst“ gewirkt. „Warum habt ihr mir eine scharfe Waffe gegeben? In all meinen Jahren hat man mir noch nie eine scharfe Waffe gegeben“, soll der Schauspiel-Star direkt danach gerufen haben.

Update vom 23. Oktober, 8.17 Uhr: Der tödliche Schuss aus der Requisitenwaffe des Schauspielers Alec Baldwin auf eine Kamerafrau am Set eines Western-Films gibt weiter Rätsel auf. Nach wie vor gibt es zu den genauen Umständen des Unglücks im US-Bundesstaat New Mexico einige offene Fragen. Das teilte die Polizei am Freitagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Ermittler haben inzwischen den Drehort durchsucht.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau: Unfall vorhersehbar?

Gleichzeitig kommen immer mehr Details ans Licht. So wirft ein Bericht der Los Angeles Times etwa die Frage auf, ob der tragische Unfall am Filmset absehbar war. Der Revolver, mit dem Baldwin den tödlichen Schuss abgab, soll bereits schon in den letzten Wochen insgesamt dreimal fehlgezündet haben. Diese Information erhielt die Tageszeitung von einem Insider.

Wie das Blatt weiter berichtet, soll es nur wenige Stunden vor dem tödlichen Schuss Spannungen am Set gegeben haben. Mitarbeiter am Set hätten sich über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und schlechte Bedingungen wie lange Arbeitszeiten beschwert. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf ungenannte Quellen, mehrere Mitarbeiter der Kamera-Crew hätten aus Protest gegen die Arbeitsbedingungen den Drehort verlassen. Die in Hollywood üblichen Sicherheitsprotokolle sollen strikt nicht befolgt worden sein.

Vor Unfall am Hollywood-Set: Mitarbeiter beklagten mangelnde Sicherheitsvorkehrungen

Laut der Los Angeles Times ist normalerweise ein Requisiteur oder ein lizenzierter Waffenmeister für die am Set benutzten Waffen zuständig. Zu dessen Aufgaben gehöre es auch, diese mit Platzpatronen zu laden und den Schauspielern und Regieassistenten den Umgang damit zu erklären. Scharfe Munition am Set sei verboten.

Update vom 22. Oktober, 21.45 Uhr: Bei den Dreharbeiten zum Film „Rust“ hat der Hollywood-Star Alec Baldwin bei einem tragischen Unglück die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen. Wenige Stunden nach Bekanntwerden des Vorfalls ergriff nun der Ehemann der Kamerafrau das Wort. Dem US-Portal Insider sagte Matthew Hutchins am Freitag: „Ich bin nicht in der Lage, mich zu den Fakten oder dem Prozess, den wir gerade durchlaufen, zu äußern, aber ich weiß zu schätzen, dass alle sehr mitfühlend waren“.

Er werde Zeit brauchen, um das schreckliche Ereignis zu verarbeiten und er glaube nicht, dass es Worte gebe, die die Situation angemessen beschreiben, so Hutchins weiter. Auch verschiedene Hollywoodgrößen meldeten sich zu Wort. Etwa der Regisseur des Filmes „Pernicious“, James Cullen Bressack. Er kündigte als Konsequenz aus dem tragischen Unfall auf Twitter an, nie wieder etwas anderes als Softair- und Gummigeschosse bei Filmaufnahmen verwenden zu wollen. Ebenso fand der Schauspieler Dwayne „The Rock“ Johnson warme Worte für seine ehemalige Kollegin: „Es tut mir so leid“, schrieb er auf Instagram. Ruhe in Frieden.“

Alec Baldwin bestätigt Medienberichte: „Mein Herz zerbricht für ihren Ehemann“

Update vom 22. Oktober, 18.23 Uhr: Alec Baldwin äußerte sich nun selbst auf Twitter zu dem Vorfall: „Es gibt keine Worte, um den Schock und die Trauer auszudrücken angesichts des tragischen Unfalls, der das Leben von Halyna Hutchins beendet hat - Ehefrau, Mutter und zutiefst bewunderte Kollegin von uns“, schrieb Baldwin auf dem Kurznachrichtendienst.

Er kooperiere vollkommen mit der polizeilichen Untersuchung, um herauszufinden, wie diese Tragödie geschehen konnte, ergänzte der Schauspieler. Außerdem stehe er in Kontakt mit der Familie und dem Ehemann der Verstorbenen. „Mein Herz zerbricht für ihren Ehemann, ihren Sohn und all diejenigen, die Halyna kannten und liebten“, so der Star weiter. Der Dreh zu dem Film „Rust“ wurde zunächst eingestellt. Die Ermittlungen zu dem Unfall laufen, strafrechtliche Vorwürfe wurden bislang nach Polizeiangaben nicht erhoben.

Regisseur Joel Souza konnte Krankenhaus verlassen

Update vom 22. Oktober, 14.08 Uhr: Es ist eine Tragödie, die sich bei den Dreharbeiten von „Rust“ mit Schauspieler Alec Baldwin abspielt. Er hatte Kamerafrau Halyna Hutchins offenbar versehentlich mit einer Requisitenwaffe des Westernfilms tödlich verletzt. Zunächst hieß es, dass auch der Regisseur, Joel Souza, in Lebensgefahr schwebe. Das berichtete The Hollywood Reporter mit Verweis auf Polizeiangaben. Er wurde mit einem Krankenwagen in ein Krankenhaus gebracht und läge dort auf der Intensivstation. Nun gibt es scheinbar Entwarnung.

Wie die Journalistin Kate Garraway im britischen Frühstücksfernsehen „Good Morning Britain“ verkündete, ginge es Souza den Umständen entsprechend. Der Regisseur konnte das Krankenhaus demnach angeblich wieder verlassen.

Update vom 22. Oktober, 11.54 Uhr: Nach der traurigen Gewissheit um den Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins verabschieden sich zahlreiche Prominente von der 42-Jährigen unter ihrem letzten Instagram-Post. Dort zeigte sich Hutchins glücklich beim Reiten und schrieb: „Einer der Vorteile beim Dreh eines Westerns ist, dass du an deinem freien Tag auf Pferden reiten kannst.“

Dwayne The Rock Johnson kommentiert den Beitrag, schrieb: „Es tut mir so, so leid. Ruhe in Frieden. Meine Liebe und Stärke gehen an deine Familie.“ Auch der bekannte Kameramann Greig Fraser, der unter anderem bei „Dune“ hinter der Kamera stand, schreibt: „Das ist nicht okay! Wir sollten nicht unsere Leben riskieren, wenn wir in die Arbeit gehen. Mein Herz ist mit ihren Freunden, Familie und Crew.“ Zahlreiche andere drückten unter dem Post ihre Trauer aus.

Filmregisseur James Cullen Bressack kommentierte den letzten Beitrag der Kamerafrau nicht nur mit den Worten „Ich werde dich vermissen, meine Freundin.... Das ist niederschmetternd.“ Er zog auch direkt Konsequenzen für seine eigenen Produktionen. In einem Statement erklärte er: „Ich werde nie wieder etwas anderes als Softair- und Gummigeschosse an meinen Sets verwenden. Das hätte niemals passieren dürfen. Halyna, du warst ein Edelstein.“

Update vom 22. Oktober, 8.50 Uhr: Es ist ein höchst dramatischer Vorfall, der Deutschland am Freitagmorgen aus den USA erreicht. Schauspieler Alec Baldwin hatte die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins mit einem Schuss tödlich verletzt und Regisseur Joel Souza (48) getroffen. Er soll auf einer Intensivstation behandelt werden. The Hollywood Reporter berichtete unter Verweis auf Polizeiangaben, er schwebe in Lebensgefahr. Offenbar gibt es derzeit keine Hinweise auf eine absichtliche Tat.

Die Dreharbeiten sind Medienberichten zufolge vorerst ausgesetzt. „Die gesamte Besetzung und die Crew sind von der heutigen Tragödie zutiefst erschüttert“, teilte die Produktionsfirma laut US-Medien am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. „Wir kooperieren voll und ganz mit der Polizei von Santa Fe und deren Ermittlungen“, hieß es weiter. The Hollywood Reporter zitierte zudem einen Sprecher der Produktionsfirma, wonach es sich um einen Unfall gehandelt habe. Die Waffe, die am Set verwendet wurde, hätte demnach mit Platzpatronen geladen sein sollen. Die Ermittlungen wurden am Donnerstagabend mit der Befragung von Zeugen fortgesetzt. Nach Angaben der Polizei wurde zunächst keine strafrechtliche Untersuchung angeordnet.

Der „Santa Fe New Mexican“ veröffentlichte Bilder eines verstört wirkenden Baldwin, die nach der Tragödie auf dem Parkplatz des Drehorts aufgenommen worden sein sollen. Die Zeitung berichtete, ihr Reporter habe den Schauspieler in Tränen aufgelöst gesehen, nachdem er von den Ermittlern befragt worden war. Die Produktionsfirma sprach Hutchins‘ Angehörigen ihr Beileid aus und versprach dem gesamten Team Unterstützung, um „dieses schreckliche Ereignis zu verarbeiten“.

Erstmeldung: Santa Fe - US-Schauspieler und Hollywood-Star Alec Baldwin hat nach Angaben der Polizei von Santa Fe bei einem Filmdreh mit einer Requisitenwaffe geschossen und dabei zwei Menschen getroffen. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins sei dabei tödlich verletzt worden, hieß es am Donnerstagabend (Ortszeit) in einer Mitteilung der Polizei von Santa Fe (New Mexico). Regisseur Joel Souza (48) sei verletzt worden und werde in einem Krankenhaus behandelt. Die Untersuchung des Vorfalls dauere an.

Erschütterndes Video: Alec Baldwin stützt Hände in Knie und ist völlig aufgelöst nach Unfall am Set

Der Vorfall ereignete sich demnach am Donnerstag bei den Dreharbeiten zu dem Western „Rust“ auf der Bonanza Creek Ranch in New Mexico. Die Dreharbeiten sollen gegen 13:50 Uhr eingestellt worden sein. Baldwin ist bei dem Film als Hauptdarsteller und als Produzent an Bord. Regie führt Souza, der zuvor den Cop-Thriller „Crown Vic“ (dt. Titel: „Im Netz der Gewalt“) inszenierte. 

Alec Baldwin erschießt Kamerfrau am Filmset: Hutchins kam noch mit Heli ins Krankenhaus

Per Notruf sei die Polizei zu dem Set gerufen worden. Laut Mitteilung der Polizei wurde Hutchins mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen und dort für tot erklärt. Souza wurde mit einem Krankenwagen in ein Hospital in Santa Fe gebracht. Über seinen Zustand wurde zunächst nichts bekannt.

Die Ermittler würden Augenzeugen befragen, hieß es. Unter anderem werde die Waffe untersucht und wie das Geschoss abgegeben wurde. Strafrechtliche Vorwürfe wurden nach Angaben der Polizei bislang nicht erhoben.

Das Sprecherteam von Baldwin reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Der Schauspieler hatte am Tag vor dem Vorfall ein Foto von sich in Westernkleidung und mit grauem Bart auf Instagram gestellt.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau in Santa Fe: Darum geht‘s in Film „Rust“

In „Rust“ spielt er den Banditen Harland Rust, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Zusammen mit seinem 13-jährigen Enkel muss er vor Kopfgeldjägern und Gesetzeshütern flüchten. Zum Cast gehören unter anderem Frances Fisher, Jensen Ackles, Brady Noon und Travis Fimmel.

In seiner langen Karriere übernahm Baldwin Action-Rollen in Filmen wie „Jagd auf Roter Oktober“ oder „Mission: Impossible – Rogue Nation“, war aber auch in Dramen wie „Blue Jasmine“, „Still Alice – Mein Leben ohne Gestern“ oder 2019 in dem Kriminalfilm „Motherless Brooklyn“ zu sehen.

Ein Foto zeigt das Filmset zu „Rust“ von oben, wo Alec Baldwin eine Kamerfrau erschossen hat.
Ein Foto zeigt das Filmset zu „Rust“ von oben, wo Alec Baldwin eine Kamerfrau erschossen hat. © Facebook

Seit 2012 ist der Schauspieler mit Hilaria Baldwin verheiratet, sie haben sechs Kinder. Aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Kim Basinger hat Baldwin Tochter Ireland.

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