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Andi Deris lässts mal wieder krachen.

Heavy Metal

Helloween-Sänger wettert gegen Banker

Berlin - Er kanns noch: Helloween-Sänger Andi Deris bringt ein neues Album ohne Deutschlands bekannteste Kürbis-Köpfe heraus. Das erwartet die Fans:

14 Jahre nach seinem ersten Soloprojekt bringt Helloween-Sänger Andi Deris ein Album ohne Deutschlands bekannteste Kürbis-Köpfe heraus.„Million Dollar Haircuts On Ten Cent Heads“ rechnet gnadenlos mit Bankern und Börsenspekulanten ab.

Wer an Andi Deris denkt, muss automatisch an Helloween denken. Der Sänger einer der erfolgreichsten deutschen Heavy-Metal-Bands tritt nun allerdings ohne die Kürbis-Kopf-Träger in Erscheinung. Der 49-Jährige präsentiert das Andi Deris & Bad Bankers-Debüt „Million Dollar Haircuts On Ten Cent Heads“ - 14 Jahre nachdem er als Solist schon einmal abseits von Helloween aktiv wurde. Der etwas sperrige Titel ist eine Anlehnung an den Ausspruch „20 Dollar Haircuts On Ten Cent Heads“ des Börsencrashs um das Jahr 1930.

„Es ist bezeichnend für die heutige Zeit, denn wir stehen kurz davor, alles komplett niederzutrampeln“, sagte Deris der Nachrichtenagentur dpa: „Heute müssen wir eher von 20 Millionen Dollar reden. Wenn die Börse runtergeht, ist die komplette Welt am Arsch. Da kann man schon mal Schiss kriegen.“ Auf dem Album beschäftigen sich rund 90 Prozent der Texte mit Börsen-Spekulanten und deren Schuld an der weltweit um sich greifenden Wirtschaftskrise. Managern und Bankern stellt Deris dabei kein schmeichelhaftes Zeugnis aus: „Jedes System hat seine guten Seiten. Es bedarf nur einer Hand voll Arschlöchern, die das gesamte System in den Ruin treiben.“

Deris ist wütend

Seine Wut drückt sich auch klangtechnisch aus. Das Album kommt mit einem rohen und im Vergleich zu Helloween modernen Sound daher. „Mit Helloween müssen wir den klassischen Metal bedienen. Hier musste die Gitarre nicht über allem stehen“, erklärte der seit 16 Jahren auf Teneriffa lebende gebürtige Karlsruher. Auf der Kanareninsel entdeckte Deris auch seine Mitstreiter. Er sah sie im Hafen der Stadt Puerto de la Cruz spielen und war gleich begeistert.

Der Sänger will viele Songs loswerden

Erst auf den zweiten Blick erkannte er, dass es sich um die Mitglieder der Band seines Sohnes handelte, die er fünf Jahre lang nicht mehr gesehen hatte. „Jetzt standen da gestandene Männer mit Bart und Muskeln auf der Bühne“, erzählte Deris lächelnd. Ihm geht es mit dieser Band nicht darum, sich neben Helloween künstlerisch verwirklichen zu können. „Ich möchte einfach nur Spaß haben und die viele Songs loswerden, die über die Jahre in meinem Kopf zusammengekommen sind.“

dpa

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