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Andrea Berg: Alle Infos zur deutschen Schlagersängerin – ihre Karriere und größten Hits

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Andrea Berg bei der Show „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ auf der Bühne
Andrea Berg bei der Show „Schlagerchampions – Das große Fest der Besten“ auf der Bühne © Britta Pedersen / dpa

Ausverkaufte Tourneen und rund 15 Millionen verkaufte Tonträger machen aus Andrea Berg eine der Zugnummern der deutschen Musikbranche. Alle Infos über ihr Leben und ihre großen Hits.

Aspach – Andrea Berg kam am 28. Januar 1966 im nordrhein-westfälischen Krefeld zur Welt. Ihr Darstellungs- und Bühnentalent blieb nicht lange unentdeckt, begeisterte sich Andrea Berg doch leidenschaftlich für den rheinischen Karneval. So war die ehemals unter ihrem Geburtsnamen Andrea Zellen auftretende Performerin vor allem als Funkenmariechen aktiv. Nach der Eheschließung mit dem Hotelier Ulrich Ferber nahm sie pro forma dessen Namen an, tritt aber weiterhin unter ihrem Künstlernamen Andrea Berg auf. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Gatten im baden-württembergischen Aspach, einer Gemeinde im Rems-Murr-Kreis. Der Ort hat rund 8.500 Einwohner.

Schlagersängerin Andrea Berg: Ihr Lebenslauf

Trotz ihres offensichtlichen Bühnentalents zog es Schlagersängerin Andrea Berg vor, zunächst einen Beruf abseits der Showbranche zu ergreifen. Ihr Lebenslauf weist sie als gelernte Arzthelferin aus, die sich speziell um Krebspatienten kümmerte. Ihr Dienst auf der onkologischen Station eines örtlichen Hospitals wirkt bis heute nach, ist Andrea Bergs Handeln doch nach wie vor von einem hohen Grad an sozialem Engagement geprägt. Für ihre langjährige und aufopfernde Hospizarbeit wurde Berg im Jahr 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Eine spezielle Prämierung der Stadt Krefeld schloss sich an. Auch der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen befindet sich in Andrea Bergs Besitz. Trotz zahlreicher Erfolge betrachtet Berg ihre Arbeit rund um die „Volkskrankheit Krebs“ keineswegs als erledigt. Sie sammelt weiterhin Spenden und lässt sie unterschiedlichen Organisationen und Einrichtungen zukommen.

Das erste Album floppt

Ihr hoher Bekanntheitsgrad erleichtert Andrea Berg die Arbeit im Bereich Krebsfrüherkennung und -prävention. Allerdings bewies sich die entschlossene Streiterin für erkrankte Menschen bereits vor ihrer Karriere als engagierte Persönlichkeit. Der Karriereschub eröffnete Berg diesbezüglich jedoch weitreichende(re) Möglichkeiten. Im Jahr 1992 wurde der Grundstein für ihre „Starwerdung“ gelegt, als Musikproduzent Eugen Römer per Zufall eine Bandkassette mit Liedern von Andrea Berg in die Hände fiel. Römer war überaus angetan von Bergs Stimme und entschloss sich, sie unter Vertrag zu nehmen. Als Resultat der Zusammenarbeit fungierte Andrea Bergs Debütalbum „Du bist frei“ (1992). Der Longplayer blieb trotz einiger Vorschusslorbeeren hinter den Erwartungen zurück. Kommerzieller Erfolg stellte sich erst mit dem zweiten Album „Gefühle“ (1995) ein.

Schlagersängerin Andrea Berg: Ihre Karriere

Auf „gefühlige“ Songs zu setzen, erwies sich als richtiges Konzept, denn von nun an nahm die Karriere der Schlagersängerin Andrea Berg Fahrt auf. Bestes Beispiel: Der Ohrwurm „Die Gefühle haben Schweigepflicht“, der bis heute auf (fast) jeder Schlagerparty zu hören ist. Kaum weniger erfolgreich: „Wenn du mich willst, dann küss mich doch“. Auch diese Nummer findet sich auf dem Longplayer „Gefühle“. Das etablierte Thema wurde bei Bergs folgenden Arbeiten abermals aufgegriffen und weiterentwickelt und verfeinert. Der Lohn: wiederholte Erfolge in den Single- und Albumcharts. Erste Bühnen- und TV-Auftritte festigten das Image der gebürtigen Rheinländerin, die der Schlagerbranche noch vor dem Auftauchen Helene Fischers frischen Wind einhauchte. Seit dem Jahr 2000 ist der Begriff „Andrea Berg“ gar eine geschützte Marke.

Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen

Als weiterer Karriere-Boost erwies sich Bergs erstes „Best of“-Album (2001), das zwölf ihrer größten Erfolge enthielt. Die Edition erreichte Doppelplatin-Status und markierte den Auftakt für große Tourneen und Preise in Hülle und Fülle. Zwischen 2003 und 2011 wanderte der Echo, ein auf Verkaufszahlen basierender Preis, mehrere Male in Andrea Bergs Trophäenschrank. Die Goldene Stimmgabel und der Bambi schlossen sich an. Zwischen 2010 und 2013 arbeitete Andrea Berg mit Erfolgsproduzent Dieter Bohlen zusammen – ein Joint Venture, das weitere Hits nach sich zog. Bohlen war es auch, der Andrea Berg als Jurorin für die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ engagierte. Nach ihrem Gastauftritt kehrte sie auf die Bühne zurück, wurde jedoch 2016 Opfer eines technischen Missgeschicks. Ein Pyroeffekt verselbstständigte sich und verursachte Verbrennungen an Bergs Oberarm. Die Blessur verheilte schnell, sodass Andrea Berg wenige Monate später ihre Arbeit fortsetzen konnte.

Schlagersängerin Andrea Berg: Ihre größten Hits

Die Erfolge der Schlagersängerin Andrea Berg sind zahlreich, sodass eine Unterteilung in die Kategorien „große Hits“ und „weniger große Hits“ schwerfällt. Erster kapitaler Erfolg war zweifelsfrei die Discofox-Nummer „Die Gefühle haben Schweigepflicht“, die seit mehr als einem Vierteljahrhundert nicht nur in den hiesigen Tanzschulen zum Standardprogramm gehört. Als Andrea Bergs zweitgrößter Hit gilt das ähnlich gestrickte Lied „Du hast mich tausendmal belogen“. Der Song erschien im Jahr 2001 und ist Bestandteil des Albums „Wo liegt das Paradies?“. Andreas Bergs kurz entschlossene Antwort: „Am Kilimandscharo“, wobei auch diese Nummer, ein eskapistischer Afrika-Trip, trotz des ungewöhnlichen Sujets zu einem Klassiker heranreifte.

Gefangen zwischen Fantasie und Realität

Zumeist jedoch sind die Titel am erfolgreichsten, die Andrea Berg zwischen Liebeswahn und Liebesaus oszillieren lassen. In den Geschichten um Vergessen und Verzeihen, Verfluchen und Vergeben findet sich ihre Hörerschaft wieder, kann andocken an emotionale Verirrungen und Verwirrungen. Als Beispiel dienen Hits wie „Warum nur träumen?“ (1997), „Diese Nacht soll nie enden“ (1998) und „Ich sterbe nicht nochmal“ (2001), die bereits im Titel auf die schmerzhafte Diskrepanz zwischen Fantasie und Realität hinweisen. Das Rezept kommt ebenfalls bei den Kompositionen „Ich werde lächeln, wenn du gehst“ (2016), „Dich soll der Teufel holen“ (2009) und „Du kannst noch nicht mal richtig lügen“ (2010) zum Tragen. Nicht umsonst zählen die Arrangements zu den größten Erfolgen der Wahl-Württembergerin.

Schlagersängerin Andreas Berg: Diskografie

Die Diskografie der Schlagersängerin Andrea Berg umfasst insgesamt 16 Musikalben. Hinzu kommen Livemitschnitte, Kompilationen, thematische Arbeiten, Remixe und Gastbeiträge. Das erste Soloalbum erschien im Jahr 1992 und trägt den Titel „Du bist frei“. Das bisher letzte Album lautet „Mosaik“ und wurde im April 2019 publiziert. Absolutes Novum: Die letzten neun Alben Andreas Bergs belegten allesamt Platz 1 der deutschen Verkaufscharts. Hinzu kommen nicht minder große Erfolge in der Schweiz und in Österreich. Andrea Bergs größter kommerzieller „Misserfolg“ stammt aus dem Jahr 1999. Trotz ausbleibender Chartplatzierung verkaufte sich „Weil ich verliebt bin“ 150.000 Mal. Auch „Nah am Feuer“ (2002) blieb mit 170.000 Exemplaren eher eine Enttäuschung.

Zehn überaus erfolgreiche Jahre

Die Alben, die zwischen 2006 und 2016 publiziert wurden, waren allesamt Erfolge. Alle sechs Longplayer gingen mindestens 500.000-mal über die Ladentheke. Manche übersprangen gar die Millionenmarke:

Andrea Bergs kommerziell erfolgreichstes Musikprodukt bleibt indes das im Jahr 2001 erschienene Best-of-Album. Es verkaufte sich bis dato mehr als 2,6 Millionen Mal.

Schlagersängerin Andrea Berg: Ihre Familie

Die Schlagersängerin Andrea Berg lebt gemeinsam mit ihrer Familie in einer süddeutschen Kleinstadt. Das baden-württembergische Aspach dient Berg und ihrem zweiten Ehemann Ulrich Ferber als Heimat- und Zufluchtsort. Der unter anderem als Sportmanager tätige Ferber unterhält einen Gasthof im Ortsteil Kleinaspach. Andrea Berg bringt sich regelmäßig in den Betrieb der Hotelanlage ein. Zwischen den Jahren 2002 und 2004 war Andrea Berg mit ihrem Gesangskollegen Olaf Henning liiert beziehungsweise verheiratet. Henning hatte in der Vergangenheit einige namhafte Hits. Beispielhaft seien die Stimmungslieder „Cowboy und Indianer“ sowie „Die Manege ist leer“ zu nennen. Bereits in den 90er-Jahren brachte Andrea Berg eine Tochter zur Welt. Lena-Maria Ferber ist inzwischen 24 Jahre alt.

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