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Athina Onassis verkauft ihre Familieninsel an Modezar Giorgio Armani

Armani kauft Privatinsel von Onassis

Athen - Milliardenerbin Athina Onassis hat offenbar einen Käufer für die Familieninsel Skorpios gefunden - Modedesigner Giorgio Armani. Die Griechen sind nicht begeistert.

Athina Onassis (25), die Enkelin des griechischen Großreeders Aristoteles Onassis und damit Milliarden-Erbin, soll nach langer Suche einen Käufer für die Familieninsel Skorpios gefunden haben: den italienischen Modedesigner Giorgio Armani (76). Das berichtete am Dienstag das griechische Fernsehen. Das etwa 0,8 Quadratkilometer große Eiland im Ionischen Meer war seit einem Jahr im Angebot. Welchen Preis Armani zahlen wird, wurde zunächst nicht bekannt.

Auch Bill Gates zeigte Interesse

Mehrere Käufer, darunter reiche Araber aber auch Microsoft-Gründer Bill Gates, sollen die Insel in den vergangenen Monaten besichtigt haben. Die Unterhaltungskosten für die Insel betragen jährlich etwa 1,5 Millionen Euro. Auf ihr befinden sich die Gräber des legendären Reeders Aristoteles Onassis (1906 bis 1975) und seiner Familie. Onassis hatte in seinem Testament den Verkauf der Insel erlaubt. “Verboten“ ist nur, eine kleine Kapelle zu veräußern, in der sich sein Grab und die Gräber seines Sohnes Alexandros und seiner Tochter Christina befinden. Der Großreeder war 1975 an einer Lungenentzündung gestorben. Sein Sohn kam 1973 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Seine Tochter, die Mutter von Athina, war tablettensüchtig und starb 1988.

Griechen fürchten Ende der Onassis-Dynastie

Das Vermögen von Alleinerbin Athina Onassis wird auf etwa sechs Milliarden Euro geschätzt. 2008 hatte Athina einige Immobilien ihrer Familie in Griechenland sowie große Teile des Familienschmucks verkauft. Die 25-Jährige lebt in der Schweiz und in Brasilien. Sie ist nicht in Griechenland aufgewachsen und spricht auch kaum Griechisch. Boulevardmedien des Landes befürchten, dass Athina sich völlig aus Griechenland zurückziehen könnte. Viele Griechen betrachten das Vermögen des Reeder-Tycoons als eine Art nationalen Besitz und fürchten, mit dem offenbar anstehenden Verkauf der Insel Skorpios neige sich die legendäre Geschichte des Onassis-Clans ihrem Ende zu.

dpa

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