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Ex-"Gouvernator" Arnold Schwarzenegger zeigte sich in Frankfurt gut gelaunt.

"Terminator, Gouvernator, Educator"

Buchmesse: Arnie stellt Biografie vor

Frankfurt - Arnold Schwarzenegger hat auf der Frankfurter Buchmesse seine Autobiografie vorgestellt. Sein Publikum begrüßte er mit "I'll be back".

An Arnold Schwarzenegger ist alles superlativ: Er war als junger Mann der erfolgreichste Bodybuilder der Welt, später spielte er als Actionstar die Hauptrollen in den erfolgreichsten und umsatzstärksten Hollywoodfilmen. Der Einwanderer aus der österreichischen Provinz heiratete mit Maria Shriver eine Frau aus Amerikas einflussreichster Politikerfamilie - den Kennedys - und machte selbst politische Karriere als Gouverneur des US-Bundesstaates Kalifornien. Bescheidenheit ist dementsprechend seine Sache nicht, als er am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse vor Hunderten Schaulustigen auftritt, um seine vor wenigen Tagen erschienene Autobiografie „Total Recall“ zu präsentieren.

„I'll be back!“, ruft Schwarzenegger sein wohl bekanntestes Zitat aus dem Film „Terminator“ ins Publikum, und die Menschen klatschen und johlen. In ebenso markigen wie pathetischen Worten umreißt Schwarzenegger seine Lebens- und Erfolgsgeschichte, die er mit einer rasanten Autofahrt vergleicht. „Schnall dich an, du fährst in meinem Auto mit!“, ruft er.

"Terminator, Gouvernator, Educator!"

Von seinen „Visionen“ ist immer wieder die Rede, von seiner „eisernen Willenskraft“ und der „Entschlossenheit“, mit der er seine Lebensziele verfolgte, von dem „österreichischen Bauernbub“, anfangs von niemandem ernst genommen, der sich schließlich in den „höchsten Kreisen der USA“ bewegte.

Und er sei mit seiner Laufbahn noch lange nicht am Ende. „Ich bin immer noch hungrig. Es gibt noch immer Visionen.“ Deshalb werde er jetzt Professor an dem nach ihm benannten „Schwarzenegger Institute for State and Global Policy“ an der Universität von Südkalifornien. Dort wolle er sich gemeinsam mit führenden Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politikern für eine zukunftsgerichtete Politik einsetzen, die vor allem den Menschen diene. Im Mittelpunkt stünden Bildung und Umweltschutz. In Anspielung auf seine berühmteste Filmrolle und seine einstige Position als Gouverneur des US-Bundestaates Kalifornien fasst Schwarzenegger seine Laufbahn und die neue Aufgabe in drei knappen Worten zusammen: „Terminator, Gouvernator, Educator!“

Das Ende der Ehe als „Motorpanne“

Das Ende seiner Ehe mit Shriver wird in Schwarzeneggers Metapher von der Autofahrt seines Lebens zu einer „Motorpanne“: „Ein hässliches Knirschen, das Auto bleibt stehen.“ Es sei der „schwärzeste Tag“ seines Lebens gewesen, als seine Familie „durch meine Schuld auseinandergebrochen ist“, sagt Schwarzenegger. „Im Buch erzähle ich alles über den Skandal“, verspricht er dem Publikum und meint damit die Affäre mit seiner Haushälterin, aus der ein Sohn hervorging.

Ungeachtet des laufenden Scheidungsverfahrens - Shriver hatte im Juli 2011 nach 25 Jahren Ehe die Scheidung eingereicht - will Schwarzenegger, der nach seinen eigenen Worten niemals aufgab, weiter kämpfen. „Ich habe meine Frau immer geliebt“, betont Schwarzenegger. Er wolle nicht nur Maria Shriver für sich zurückgewinnen, sondern seine ganze Familie wieder zusammenbringen.

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Sand in den gut geölten Motor des Schwarzenegger-Auftritts versucht der bekannte Fernsehjournalist Tilman Jens zu streuen. Er habe die Autobiografie gelesen und festgestellt, dass Schwarzenegger nicht mit einem Wort Stanley „Tookie“ Williams erwähnt habe. Williams war 2005 wegen Mordes in Kalifornien hingerichtet worden. Schwarzenegger als damaliger Gouverneur hatte seine Begnadigung trotz verbreiteter Zweifel an der Beweisführung abgelehnt. Ob Williams für ihn so unwichtig gewesen sei, dass er seinen Namen in einem Buch über sein Leben nicht erwähne, will der Journalist wissen. „Das war er“, antwortet Schwarzenegger knapp. In Kalifornien gebe es nun einmal die Todesstrafe, setzt er hinzu.

Lieber gibt Schwarzenegger seinen Zuhörern einen Tipp für den Erfolg: „Alles, was ich in meinem Leben getan habe, tat ich, weil es meine Vision, mein Ziel war. Ich habe nichts wegen Geld gemacht. Die erste Motivation sollte niemals Geld sein, sondern die Leidenschaft für die Tätigkeit!“ Seine Leidenschaft will der Ex-„Terminator“ und Ex-Gouverneur nun in sein Schwarzenegger Institute fließen lassen - für ein besseres Leben der Menschen.

dapd

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