Ausschweifungen des Opfers

- Frankfurt/Main (dpa) - Im Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Fernsehmoderator Andreas Türck (36) hat ein Ex-Geschäftsführer einer Striptease-Discothek als Zeuge ausgesagt. Der Bekannte des mutmaßlichen Opfers berichtete vor dem Landgericht Frankfurt von angeblichen Ausschweifungen der Frau.

Er sagte, die 29 Jahre alte Bankkauffrau habe beispielsweise eines morgens bei seiner damaligen Freundin angerufen und von "mehreren Typen" gesprochen, mit denen sie die Nacht verbracht habe. "Es war damals nicht sonderlich schwer, mit ihr sexuelle Kontakte einzugehen", sagte der 33 Jahre alte Zeuge. Im Hinblick auf den Bekanntheitsgrad des Angeklagten sagte er, "Türck hätte auch Schuster oder Bäcker sein können, wenn er nur lustig gewesen wäre".

Am Abend vor der angeklagten Vergewaltigung im August 2002 sei er mit der Bankkauffrau und der Freundin in dem Szene-Lokal gewesen. Nachdem sich beide Frauen sehr aufreizend benommen hätten, habe er "angesäuert" die Bar verlassen, noch ehe er Türck habe wahrnehmen können. In der Nacht sei er von seiner Freundin angerufen worden, die ihm die Geschichte von der angeblichen Vergewaltigung erzählt habe. Er habe sie aber nicht geglaubt.

Türck wird von der Anklage zur Last gelegt, die Bankkauffrau im August 2002 nach dem Besuch einer Bar auf einer Brücke im Frankfurter Osthafen misshandelt und zum Oralsex gezwungen zu haben. Vor Gericht äußerte er sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Mehr als 2000 Gäste beim 66. Bundespresseball im Hotel Adlon
Politische Themen sind bei Bundespressebällen oft gerade nicht wirklich aktuell. In diesem Jahr ist das etwas anders - wer demnächst regiert, ist offen. Für ein …
Mehr als 2000 Gäste beim 66. Bundespresseball im Hotel Adlon
Weihnachtsfrauen bei traditioneller Vollversammlung
Einen Monat vor Weihnachten bereiten sich die Weihnachtsmänner des Studierendenwerks Berlin auf ihren Einsatz vor. Bei der Vollversammlung am Samstag sind zum ersten Mal …
Weihnachtsfrauen bei traditioneller Vollversammlung
Yoko Ono mahnt erneut ab: Jetzt ist Bar "John Lemon" dran
Barbetreiber Nima Garous-Pour soll seine Szene-Kneipe in Hamburg nicht länger "John Lemon" nennen dürfen. Yoko Ono geht bereits zum zweiten Mal juristisch gegen ihn vor.
Yoko Ono mahnt erneut ab: Jetzt ist Bar "John Lemon" dran
Schüsse in London? Popsänger sorgt mit seinem Tweet zusätzlich für Panik
Ein eigentlich harmloser Vorfall löste in der Londoner U-Bahn eine Massenpanik aus. Auch der Musiker Olly Murs verlor dabei die Übersicht - und setzte voreilig einen …
Schüsse in London? Popsänger sorgt mit seinem Tweet zusätzlich für Panik

Kommentare