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Michael Jackson und sein Leibarzt Conrad Murray.

Auswahl der Jury im Prozess gegen Jacksons Arzt

Los Angeles - Für den bevorstehenden Strafprozess gegen Michael Jacksons Leibarzt hat die Auswahl der Juroren begonnen. Die Zusammenstellung der Geschworenen kann sich über mehrere Tage hinziehen.

Der Superior Court in Los Angeles hat 160 Bürger vorgeladen, um deren Eignung als Geschworene zu prüfen, teilte eine Sprecherin des Gerichts mit. Der Prozess startet voraussichtlich am 27. September mit den Eröffnungsplädoyers.

Conrad Murray ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll Jacksons Tod im Juni 2009 mit verschiedenen Schlaf- und Narkosemittel herbeigeführt haben. Nach Angaben des Arztes hatte sich der Sänger die tödliche Dosis selbst zugeführt. Bei einer Verurteilung drohen dem Mediziner bis zu vier Jahre Haft.

Die Auswahl der Jurykandidaten, die am Donnerstagvormittag (Ortszeit) begann, kann sich über mehrere Tage hinziehen. Außer den zwölf Juroren müssen ein gutes Dutzend Ersatzgeschworene zur Verfügung stehen, die im Fall von Erkrankungen oder anderen Problemen einspringen können.

Den Kandidaten werde ein 30-seitiger Fragenkatalog vorgelegt, berichtete der Sender NBC in Los Angeles. Sie müssen unter anderem Fragen über ihre Kenntnisse von Popmusik, Arzneimitteln und von Jacksons Tod beantworten.

In dieser Woche hatte der Kardiologe Conrad Murray eine weitere juristische Niederlage einstecken müssen. Ein Berufungsgericht in Los Angeles bestätigte am Mittwoch einen früheren Richterspruch, dass die Jury in dem Verfahren nicht isoliert werden muss, berichtete die “Los Angeles Times“. Murrays Anwälte hatten gefordert, dass die Geschworenen während des Verfahrens von der Außenwelt abgeschottet werden. Sie sollten keinen Zugang zu Fernsehen und Internet haben, um nicht von Berichten der Medien über den Prozess beeinflusst zu werden.

dpa

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