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Hollywood-Regisseur John Hughes.

Autor der "Kevin"-Filme gestorben

New York - Der Autor der “Kevin“-Filme ist tot. Der amerikanische Regisseur und Drehbuchschreiber John Hughes erlag am Donnerstag im Alter von 59 Jahren einem Herzinfarkt.

Das teilte seine Sprecherin Michelle Bega mit. Er sei während eines Morgenspaziergangs im New Yorker Stadtteil Manhattan plötzlich zusammengebrochen.

Seine Anhänger priesen Hughes als “Poeten der Jugend“, der schmerzlich vermisst würde. “Die Welt hat nicht nur einen vollkommenen Filmemacher verloren, dessen Einfluss noch über Generationen zu spüren sein wird, sondern auch einen großartigen und anständigen Menschen“, sagte der Schauspieler Macaulay Culkin. Er wurde zum gefeierten Kinderstar, nachdem Hughes ihn 1990 für die Hauptrolle von “Kevin - Allein zu Haus“ (Home Alone) erkoren hatte - den Erfolgsfilm über einen Achtjährigen, den die Familie bei der Urlaubsreise daheim vergisst. “Ich war ein Fan seiner Arbeit und seiner Person“, würdigte Culkin den Verstorbenen.

Unter Hughes sind noch viele weitere junge Schauspieler zu Star-Ruhm gelangt, darunter Molly Ringwald, John Cusack, Steve Carell oder Lili Taylor. Aus der Feder von Hughes stammen Komödien wie “Dennis, die Nervensäge“ (Dennis the Menace, 1993) sowie auch “Manhattan Love Story“ (Maid in Manhattan) mit Jennifer Lopez und Ralph Fiennes aus dem Jahr 2002. Regie führte Hughes unter anderem bei “Der Frühstücksclub“ (The Breakfast Club, 1985), “Ferris macht blau“ (Ferris Bueller's Day Off, 1986) und “Curly Sue - Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel“ (Curly Sue, 1991).

Einen Draht zu jungen Leuten

Hughes habe einen “besseren Draht zu jungen Leuten“ gehabt als alle anderen in Hollywood, würdigte Schauspieler Ben Stein den Verstorbenen. “Ich glaube nicht, dass jemand an ihn als Poeten der amerikanischen Jugend in der Zeit seit dem Kriege herankommt“, sagte der Lehrer aus “Ferris macht blau“. “Er war für sie, was Shakespeare für die elisabethanische Zeit war.“

Bill Paxton, heute selbst Drehbuchautor und Regisseur, wurde 1985 von Hughes für eine Nebenrolle in “L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn“ (“Weird Science“) angeheuert. “Er ist damit ein großes Risiko eingegangen“, sagte Paxton. “Aber er war eben einer der Giganten unter den Filmemachern.“

Der im US-Staat Michigan geborene Hughes begann seine Karriere als Werbetexter, bevor er mit seinen liebevollen filmischen Jugendporträts zum Helden hinter der Leinwand wurde. In den vergangenen Jahren war es indessen recht still um ihn geworden. Er lebte zurückgezogen, ließ sich nur selten fotografieren und gab auch kaum Interviews. Doch seine Schauspieler haben die Zusammenarbeit mit ihm nach eigenen Worten nie vergessen. “Er hat mein Leben für immer verändert“, sagte Devin Ratray, der seinerzeit “Kevins“ älteren Bruder spielte.

Und seiner Ansicht nach haben auch die Zuschauer die Werke von Hughes nie vergessen: “Nach 19 Jahren schreiben mir immer noch Leute aus der ganzen Welt, was für eine Bedeutung “Kevin - Allein zu Haus“ für sie beziehungsweise für ihre Kinder hatte.“

AP

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