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Starb Blues-Legende B.B. King gar nicht eines natürlichen Todes?

Behörden ermitteln

Wurde Blues-Legende B.B. King ermordet?

Memphis - Die beiden Töchter von Blues-Legende B.B. King sind sich sicher: Ihr Vater starb keines natürlichen Todes, sondern wurde ermordet. Die US-Behörden haben nun die Ermittlungen aufgenommen.

Nach dem Tod der Blues-Legende B.B. King gehen die US-Behörden dem Verdacht eines Tötungsdelikts nach. Daher werde Kings Leiche obduziert, teilte das Büro des Untersuchungsrichters im Bezirk Clark County im US-Bundesstaat Nevada am Montag (Ortszeit) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

„Wir haben keine Beweise dafür, dass die Vorwürfe von Fremdeinwirkung zutreffen“, sagte der Rechtsmediziner John Fudenberg dem Fernsehsender NBC News. „Dennoch nehmen wir die Hinweise sehr ernst und führen eine gründliche Untersuchung durch.“ Es werde voraussichtlich sechs bis acht Wochen dauern, bis die Untersuchungsergebnisse vorlägen.

Die Ermittlungen wurden demnach eingeleitet, weil zwei Töchter von King den Verdacht geäußert hätten, dass ihr Vater Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte.

Ein Sprecher der Polizei von Las Vegas betonte gegenüber NBC News, die Mordkommission werde erst ermitteln, wenn feststehe, „dass King nicht eines natürlichen Todes gestorben ist“. Die Beerdigung des Künstlers werde von den Untersuchungen aber nicht verzögert.

Am Mittwoch sollen die sterblichen Überreste des „King of Blues“ nach Memphis im US-Bundesstaat Tennessee geflogen werden. Der Sarg soll dann in die legendäre Kneipenmeile Beale Street gebracht werden, wo King seine größten Erfolge feierte und auch einen Club besaß. Seine Initialen B.B. stehen für Kings Spitznamen „Blues Boy“.

Beigesetzt werden soll er am Samstag im privaten Rahmen in Indianola im US-Bundesstaat Mississippi. Der Musiker war 1925 als Riley B. King im Ort Berclair geboren worden, nannte aber Indianola immer als seinen Heimatort. Dort steht auch das Museum, das sein Andenken wahrt und Teile seines Nachlasses verwaltet. Auf dem Grundstück des Museums soll er beerdigt werden. Gouverneur Phil Bryant erklärte, er sei dankbar, dass einer von Mississippis größten Söhnen nun in der Erde des Bundesstaates seine letzte Ruhe finde.

King war am 14. Mai im Alter von 89 Jahren in Las Vegas gestorben, wo er zwischen seinen ausgedehnten Tourneen wohnte. Kings Gesundheitszustand hatte sich seit Ende vergangenen Jahres verschlechtert. Anfang Mai begab der Diabetiker sich in seinem Haus in Las Vegas in Hospizpflege. Noch bis ins hohe Alter war King auf Tour gegangen.

B.B. King ist tot: Seine Karriere in Bildern

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AFP/dpa

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