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Ein Baby hätte die Probeeltern bei Erwachsen auf Probe nicht überlebt. Zum Glück mussten die Teenies zuerst mit Puppen üben.

Erwachsen auf Probe

Baby-Dummie überlebt erste Folge nicht

Hamburg - Fläschchen geben, Brei kochen, Windeln wechseln, ins Bett bringen - vier Teenager-Paare haben in der ersten Folge der RTL-Sendung “Erwachsen auf Probe“ das Eltern-Dasein geübt.

Als Versuchsobjekte waren am Mittwochabend zunächst aber nur Baby-Puppen im Einsatz. Glücklicherweise, denn ein Baby hätte die Probeeltern nicht überlebt.

RTL zeigte sich mit einem Marktanteil von 10,7 Prozent zufrieden, bei der für den Sender wichtigen Zielgruppe der 14-49-Jährigen lag die Quote sogar bei 19,1 Prozent.

Die acht Jugendlichen im Alter zwischen 16 bis 19 Jahren erhielten in der Sendung einen Baby-Simulator, der 24 Stunden lang betreut werden musste. Die Puppe sah einem echten Baby täuschend ähnlich, weinte, nässte sich ein und reagierte auch sonst wie ein richtiges Kind. Einer der Leihväter, der 17-jährige Elvir, überrollte “sein Kind“ im Schlaf - ein echtes Baby wäre wohl erstickt.

Allerdings werden die Jugendlichen in der Sendung komplett überwacht von Experten; auch die leiblichen Eltern der Leihbabys, die später drei der vier Pärchen übergeben wurden, waren dabei und hätten jederzeit eingreifen können. Nur stundenweise befanden sich die Kinder in der Obhut der “Probe-Eltern“.

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Die Fernsehsendung hatte vor ihrer Ausstrahlung für Aufregung gesorgt. Zahlreiche Organisationen, darunter der Kinderschutzbund, liefen Sturm gegen die Serie, Klagen gegen die Ausstrahlung scheiterten erst Stunden vor Sendebeginn. Die Doku-Soap ist auf insgesamt acht Teile ausgelegt, die bereits aufgezeichnet worden sind. Zu der Kritik sagte der Geschäftsführer des Adolf-Grimme-Instituts, Uwe Kammann, die Würde der ausgeliehenen Babys sei nicht verletzt worden. “Es war ja doch sehr eng begleitet, die Eltern waren in der Regel immer in der Nähe“, erklärte der Medienexperte am Donnerstag im WDR. Die Kinder seien nicht schutzlos gewesen. “Wenn die Eltern sie jetzt tatsächlich überlassen hätten, wäre das ein anderer Fall gewesen“, betonte er.

AP

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