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Action pur: In "The Dark Knight Rises" geht es zur Sache

"Er soll in einem Feuer sterben!"

Batman-Fans drohen Kritiker mit dem Tod

Los Angeles - Ein Filmkritiker muss um sein Leben fürchten. Mit seinem Internet-Verriss des Filmes "The Dark Knight Rises" zog er den Zorn unzähliger Anhänger der "Batman"-Trilogie auf sich.

Der Film läuft noch gar nicht in den Kinos, aber die Fans sind sich sicher: "The Dark Knight Rises" ist der beste Film des Jahres. Jeder, der anderer Meinung ist, wird gnadenlos niedergemacht. Dank der Anonymität des Internet glauben die fanatischen Filmfreunde, sie müssten kein Blatt vor den Mund nehmen. Opfer des aktuellen "shitstorm", wie das Online-Phänomen genannt wird: Filmkritiker Marshall Fine.

Im Gegensatz zu der überwältigenden Mehrheit seiner Berufsgenossen war er vom Abschluss der Batman-Trilogie von Regie-Genie Christopher Nolan nicht besonders angetan. Auf der beliebten Filmbewertungs-Seite "Rotten Tomatoes" wagte er es, den Streifen mit dem Superhelden im Fledermaus-Kostüm als "sinnfrei" zu bezeichnen. Er verglich ihn gar mit den "Transformers" - jener Action-Katastrophe also, die sich durch bombastisches Effekt-Dauerbombardement auf Augen und Ohren und die Abwesenheit jeglichen Tiefgangs auszeichnete.

Das rief heftigste Reaktionen hervor: Ein Internet-User etwa wollte Fine "in einem Feuer sterben" sehen, ein anderer wünschte sich, den Kritiker "mit einem Gummischlauch ins Koma zu prügeln".  

Nach über 450 Zuschriften innerhalb weniger Stunden sah sich "Rotten Tomatoes"-Chef Matt Atchity gezwungen, die Kommentarfunktion vorübergehend auszuschalten. Jetzt denkt er darüber nach, wie ein weiteres derartiges Fiasko verhindert werden kann. Das droht nämlich spätestens, wenn in Kürze der "Hobbit" in die Kinos kommt, das von Fantasy-Fans sehnsüchtig erwartete Prequel der "Herr der Ringe"-Trilogie. 

hn

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