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Boris Becker ist aktuell als Experte beim Wimbledon-Turnier im Einsatz.

Tennislegende unter Druck

Schock in der Wohlfühloase: Becker soll Mega-Summe zahlen

Ausgerechnet bei der Arbeit in seiner Wohlfühloase Wimbledon ereilte Boris Becker der nächste Schock: Ein ehemaliger Geschäftspartner macht ihm gegenüber eine Mega-Summer geltend.

Update von 18.45 Uhr:

Der Anwalt von Boris Becker (49) hat am Dienstag die Millionenforderung von Ex-Geschäftspartner Cleven gegen den früheren Tennisprofi zurückgewiesen. Es handele sich um den untauglichen Versuch, „über öffentlichen Druck eine nicht berechtigte Forderung“ gegen Becker durchzusetzen, hieß es in einem Statement des Becker-Anwalts Christian-Oliver Moser, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag.

Der frühere Geschäftspartner habe verschwiegen, dass er Ende Juni mit einer Klage gegen Becker auf Rückzahlungsansprüche aus einem Darlehensvertrag in Höhe von 10 Millionen Schweizer Franken vor dem Kantonsgericht in Zug gescheitert ist. Die Richter hätten geurteilt, ein entsprechendes Darlehen von Cleven für Becker sei nicht rechtsgültig gekündigt worden und laufe weiter, berichtet auch die SZ unter Berufung auf mehrere Verfahrensbeteiligte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Neuer Schock für Boris Becker: 

Ein ehemaliger Geschäftspartner macht gegenüber dem dreimaligen Wimbledonsieger eine Forderung von umgerechnet rund 36,5 Millionen Euro (40 Millionen Schweizer Franken) geltend. Das geht aus einer Pressemitteilung des ehemaligen Schweizer Unternehmers Hans-Dieter Cleven hervor, der einst mit Becker zusammenarbeitet hatte. Das Internetportal bild.de hatte am Dienstag darüber berichtet.

Am 21. Juni hatte ein englisches Konkursgericht Becker für zahlungsunfähig erklärt. Richterin Christine Derrett sagte bei der Urteilsverkündung, es gebe "keine glaubwürdigen Beweise", dass der frühere Tennisstar die seit 2015 bestehenden "substanziellen Schulden in Millionenhöhe" zeitnah begleichen könne. Becker hatte dies bestritten und der Süddeutschen Zeitung erklärt: "Ich bin weder zahlungsunfähig noch pleite."

Cleven sehe sich gezwungen, seine Forderungen gegenüber Becker auch in diesem Insolvenzverfahren geltend zu machen, heißt es in der am Dienstag durch Cleven-Anwalt Oliver Habke (Zug) veröffentlichten Pressemitteilung.

Schwere Vorwürfe gegen Boris Becker

In dem Schriftstück werden weitere schwere Vorwürfe gegen den 49-Jährigen erhoben: Zahlreiche Einigungsversuche seien von Boris Becker "nicht wahrgenommen" worden. "Und Rückzahlungsversprechen, die von ihm schriftlich anerkannte Forderung von über 40 Millionen Schweizer Franken innerhalb vereinbarter Fristen zu zahlen, wurden von Boris Becker wiederholt nicht eingehalten."

Boris Becker und Ex-Geschftspartner Hans-Dieter Cleven im Jahr 1999

Zudem habe Becker nach Meinung von Cleven die in Darlehensverträgen vereinbarten Sicherheiten "vertragswidrig anderweitig verwertet". Der nun eingeschlagene Weg von Cleven stützte sich auch auf die von Boris Becker und seinen Anwälten öffentlich gemachten Aussagen, er könne "allen Forderungen und den regelmäßigen finanziellen Verpflichtungen voll nachkommen", heißt es in der Mitteilung.

Cleven ließ außerdem mitteilen, dass er "wesentliche Teile des Darlehens" nach dessen Rückzahlung durch Becker der gemeinnützigen Cleven-Stiftung zur Verfügung stellen werde. Becker ist derzeit beim Turnier in Wimbledon als TV-Experte des britischen Senders BBC im Einsatz.

sid

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