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Kim Kardashian wurde in Paris überfallen und bestohlen. Foto: Andy Kropa

"Schöne Überraschung"

Bekommt Kim Kardashian geraubten Schmuck zurück?

Das US-Starlet Kim Kardashian wird während der Pariser Modewoche brutal überfallen. Täter entwenden Schmuck im Millionenwert. Drei Monate später ist der Raub nach Festnahmen möglicherweise bald aufgeklärt.

Paris (dpa) - Kim Kardashian ist sichtlich erschüttert. "Sie werden mir in den Rücken schießen", berichtet die 36-Jährige ihren Angehörigen. "Es gibt keinen Ausweg."

In einem aktuellen Trailer für ihre Familien-Reality-Show kommt das Model nach langem Schweigen auf die traumatische Nacht vor gut drei Monaten in Paris zurück. Maskierte Räuber waren nachts in ihr Zimmer in einer Luxusresidenz im schicken 8. Stadtbezirk gestürmt, hatten sie mit vorgehaltener Waffe bedroht und gefesselt.

Die Beute: Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro. Es war der größte Schmuckraub in Frankreich bei einer Privatperson seit mehr als 20 Jahren, wie französische Medien berichteten.

Die Frau von Rapper Kanye West kann nun hoffen, dass die wertvollen Stücke möglicherweise wiedergefunden werden, darunter ein Ring im Wert von etwa vier Millionen Euro. Das meint zumindest ihr französischer Anwalt Jean Veil nach der Festnahme von 17 Verdächtigen im Alter von 23 bis 72 Jahren in Großraum Paris und in Südfrankreich.

Den Schlag der Ermittler nennt Veil gegenüber der französischen Zeitschrift "L'Express" eine "schöne Überraschung". Mit der Polizeiaktion würden auch Gerüchte widerlegt, wonach der Überfall während der Pariser Fashion Week eine PR-Aktion seiner Mandantin gewesen sei.

Veil berichtet, der Überfall sei traumatisierend gewesen - auch wenn der Medienstar nicht verletzt wurde. Möglicherweise werde nun Kardashian erneut von Ermittlern befragt - und vielleicht sogar mit den Verdächtigen konfrontiert. Darüber müsse jedoch der Ermittlungsrichter entscheiden, schränkt der bekannte Anwalt ein.

Bei Razzien wurden laut Medienberichten am Montagmorgen auch Geld und Dokumente sichergestellt. Mindestens eine DNA-Spur vom Tatort führte zu einem Verdächtigen, der bereits wegen Raubes polizeibekannt sei, zitierte die Nachrichtenagentur AFP Ermittlerkreise.

Die meisten Verdächtigen seien bekannte Schwerverbrecher. Das Netzwerk, zu dem auch Hehler gehörten, habe bis ins belgische Antwerpen gereicht. Die Hafenstadt ist als eine europäische Diamantenhochburg bekannt.

Es waren also kriminelle Profis am Werk - davon ist auch Anwalt Veil überzeugt: "Sie waren sehr gut organisiert und sehr gut informiert." Fünf mutmaßliche Räuber waren als Polizisten verkleidet vor der Residenz von Kardashian aufgetaucht, zwei von ihnen kamen dann in die Wohnung. Einige Täter flüchteten später auf Fahrrädern. Ermittler werteten bei der Fahndung auch Bilder von Überwachungskameras aus.

Kardashian ist nicht das einzige reiche Opfer von Räubern in der französischen Hauptstadt. Zwei Frauen aus dem Emirat Katar waren im November von Unbekannten auf dem Weg vom Flughafen Le Bourget in die Stadt von Unbekannten überfallen worden. Sie erbeuteten Schmuck und andere Wertgegenstände im Wert von über fünf Millionen Euro.

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