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Bela B. auf der Bühne mit seiner Band "Die Ärzte".

Bela B. sah früher gern den "Schwarzen Kanal"

Frankfurt/Main - Der Musiker Bela B. hat als Jugendlicher in West-Berlin gerne DDR-Fernsehen und insbesondere den "Schwarzen Kanal" mit Karl-Eduard von Schnitzler gesehen.

"Ich habe das einfach nur sehr lustig gefunden, Schnitzler dort hetzen zu sehen", sagte der 48-jährige Schlagzeuger und Sänger der Punkrockband Die Ärzte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe). Die Kalte-Krieg-Themaitik habe er als Kind voll mitbekommen. "Weil es so ein Thema war, erklärt das möglicherweise auch den Fatalisten, der ich bin."

Gerade las Bela B. das Hörbuch "Exit Mundi - Die besten Weltuntergänge" des Niederländers Marteen Keulemans ein. Das Thema Weltuntergang sei eines, mit dem er sich schon lange beschäftige, sagte er. Dabei habe er drei Phasen durchlebt: Am Anfang habe er es lustig und amüsant gefunden, dann hätten ihn die Fakten frustriert. "Das ist schon bedrückend, wenn man dauernd nur vom massenhaften Aussterben liest." Schließlich sei wieder ein befreiender Fatalismus aufgekommen, "und der passt dann auch wieder ganz gut zum Menschen Bela B".

Wenn er sich mit seinem eigenen Ende beschäftige, seien dies "eher profane Gedanken" - ob er sich nicht einen Organspendeausweis beschaffen solle, ob er sich einäschern lassen solle - "so etwas", sagte Bela B. An das Überleben seiner Musik glaubt er jedenfalls: "Ich gehe einfach mal davon aus, dass ein paar unzerstörbare CDs von mir oder von den Ärzten durchs Weltall trudeln und vielleicht von dem einen oder anderen intelligenten Leben aufgefangen werden."

dapd

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