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Bushido.

Beleidigung: Prozess gegen Rapper Bushido

Berlin - Rapper Bushido soll in Berlin einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes als „Idioten“ beschimpft haben. Jetzt kommt es zum Prozess.

An diesem Dienstag kommt der Streit um ein Knöllchen vom Oktober vergangenen Jahres vor ein Berliner Amtsgericht. Der umstrittene und vielfach ausgezeichnete Star der Rapperszene muss nicht persönlich zum Prozess erscheinen.

Bushido soll sich nach Justizangaben wegen einer Verkehrssünde mit dem Mann vom Ordnungsamt gezofft haben. Es ging demnach um 15 Euro, die der Künstler zahlen sollte. Der Ordnungshüter fühlte sich beleidigt und erstattete Anzeige. Ein Gericht erließ einen Strafbefehl in Höhe von 21 000 Euro. Bushido legte Widerspruch ein.

Der Fall kam schon im Juni vor Gericht. Der Prozess platzte. Bushido, der als einer der erfolgreichsten Rapper Deutschlands gilt, hatte sich den Angaben zufolge krank gemeldet. Der Musiker stand schon einmal wegen Beleidigung vor Gericht. Im Jahr 2009 hatte er einen Polizisten beschimpft und dafür 10 500 Euro Geldstrafe gezahlt.

Vorigen Monat wurde Bushido der Bambi-Medienpreis verliehen. Die Ehrung löste einigen Wirbel aus. Volkssänger Heino gab die goldene Trophäe, mit der er 1990 geehrt wurde, aus Protest zurück.

Bushido bekam Schallplatten in Gold und eine Auszeichnung in Platin für das Soloalbum „Von der Skyline zum Bordstein zurück“. Eine Biografie über ihn kletterte im Jahr 2008 auf Platz 1 der „Spiegel“-Bestsellerliste. Kritiker werfen dem 33-Jährigen vor, mit menschenverachtenden Texten Karriere gemacht zu haben.

dpa

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