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Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi kommentiert Skandalberichte über ihn so: “Lest keine Zeitungen mehr, die beschwindeln euch nur.“

Berlusconi zu Skandalberichten: Keine Zeitung lesen

Mailand - Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi begegnet den Schlagzeilen über seinen großherzigen Einsatz für ein minderjähriges Partygirl auf seine Weise.

“Lest keine Zeitungen mehr, die beschwindeln euch nur“, sagte der umstrittene Ministerpräsident und Medienmogul am Dienstag in Mailand. Und weil es seit Tagen wieder um seine Vorliebe für junge Frauen geht, fügte der für merkwürdige und beleidigende Sprüche bekannte Milliardär an: Es sei besser, eine leidenschaftliche Schwäche für junge Frauen zu haben als für Homosexuelle. Damit trat Berlusconi einmal mehr ins Fettnäpfchen, wie wütende Proteste der Schwulenorganisation Arcigay sofort zeigten. Sie forderte eine Entschuldigung des 74-Jährigen.

Mit seinem Auftritt zeigte Berlusconi nach Einschätzung von Beobachtern deutliche Nervosität angesichts der seit der letzten Woche ausgebreiteten Details seines Engagements für die 17-jährige Ruby. Mit einem Anruf soll er die Marokkanerin höchstpersönlich vor dem Gefängnis bewahrt haben. Sie war wegen Diebstahls festgenommen worden. Angeblich habe er dabei auch gesagt, es handele sich bei dem Mädchen um eine Nichte des ägyptischen Staatschefs Husni Mubarak.

Politiker und ihre Affären

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“Ich bin ein Mensch mit gutem Herzen und immer bereit, jemandem in Not zu helfen“, hatte Berlusconi am Freitag dazu gesagt. Er soll zwar selbst keinen Sex mit der seit Montag 18-jährigen Frau gehabt haben, doch wird gegen Freunde von ihm im Zusammenhang mit dem Fall Ruby wegen Beihilfe zur Prostitution ermittelt. Sie sei wie andere junge Frauen zu Partys in Berlusconis Villa in Arcore eingeladen gewesen.

Über den Fall Ruby hinaus sorgten am Dienstag Berichte über möglichen Drogenmissbrauch bei Partys in der sardischen Villa Certosa des “Cavaliere“ für Aufsehen. Über koksende Escortdamen in der Villa habe eine Zeugin vor einem Untersuchungsgericht berichtet.

dpa

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