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Beyoncé trifft Ban Ki Moon

Beyoncé dreht Musikvideo bei der UN

New York - So viel Glamour war lange nicht mehr bei den Vereinten Nationen in New York: Sängerin Beyoncé Knowles trat im UN-Vollversammlungssaal auf, um ein Musikvideo zu drehen.

Sie trug ein bodenlanges weißes, funkelndes Kleid mit langen Ärmeln und einem ovalen Ausschnitt über dem Dekolleté. Der eher schlichte gold-graue Hintergrund des Saals war aus diesem Anlass mit einer riesigen Leinwand abgehängt, auf die Filmszenen projiziert wurden. Dort wo sonst die Vertreter der 193 Mitgliedsstaaten sitzen, klatschten und jubelten am Freitagabend (Ortszeit) Diplomaten, Prominente und UN-Mitarbeiter.

Alles für einen guten Zweck: Knowles drehte im Saal der UN-Vollversammlung das Video für ihren bereits Anfang des Jahres veröffentlichten Song „I was here“. Pünktlich zum von der UN ausgerufenen Welttag der humanitären Hilfe am 19. August soll das Video veröffentlicht werden und für eine Kampagne werben, die Menschen auffordert, sich um andere Menschen zu kümmern.

Rund fünf Minuten lang hallte die kraftvolle Stimme der 30-Jährigen, die sich seit Jahren für soziale und humanitäre Projekte einsetzt, durch den Saal der Vollversammlung. „Ich war hier, ich habe gelebt, ich habe getan, was ich konnte, um eine Spur auf der Erde zu hinterlassen“, heißt es im Text der Ballade. Wie eine Diva hatte Knowles die langen Haare streng zu einem Zopf zusammengebunden, sie breitete beim Singen die Arme aus und reckte das Mikrofon immer wieder in die Höhe. Im tosenden Jubel des Publikums bedankte sie sich mehrfach und forderte dann, noch leicht außer Atem, alle Zuhörer auf, sich beim Welttag der humanitären Hilfe zu engagieren. „Bitte beteiligt Euch alle an diesem wundervollen Tag“, hauchte sie ins Mikrofon - und schon war die Königin der Nacht wieder verschwunden.

Die Zuschauer zeigten sich trotz des kurzen Auftritts begeistert. „Dieser Saal hat nie spektakulärer ausgesehen als heute“, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson. „Und das Lied ist tiefgründig und bewegend.“ Seine Kollegin Valerie Amos, Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen, gestand, beim ersten Mal als sie das Lied hörte, geweint zu haben. Sie sei sehr dankbar, Knowles als Magnet für die Kampagne gewonnen zu haben. „Ich war vor zwei Tagen in der Demokratischen Republik Kongo und selbst dort hat sie Millionen von Fans.“

Beyoncé, die mit dem Rapper Jay-Z verheiratet und seit Anfang des Jahres Mutter einer Tochter ist, sei eine gute Wahl für die Kampagne, fand auch die Schauspielerin Julia Stiles („Mona Lisas Lächeln“). „Sie ist sehr einflussreich und hat eine kraftvolle Stimme in jeder Hinsicht. Sie zieht Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema und gleichzeitig unterhält sie uns alle auch noch dabei“, sagte die 31-Jährige. „Sie schafft das wirklich alles - und dabei ist sie auch noch Mutter! Sie muss einen guten Ehemann haben.“

dpa

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