Beyoncé, Justin Timberlake und Coldplay räumen MTV-Preise ab

- New York - Beyoncé Knowles, Justin Timberlake, Rapperin Missy Elliott und die Rockgruppe Coldplay sind die offiziellen Gewinner der MTV-Musikvideo-Preise. Doch Madonna ließ keinen Zweifel daran, dass sie auch 45-jährig und 20 Jahre nach ihrem Auftritt bei der ersten Verleihungszeremonie noch allen die Show zu stehlen vermag. Die Pop-Diva krönte ihren erotisch knisternden Opening-Akt mit einem Zungenkuss für Britney Spears und - leicht verdeckt - auch Christina Aguilera, der nicht nur Britneys Ex-Freund Timberlake die Kinnlade herunterfallen ließ.

<P>In einem Tribut an Madonna waren Spears und Aguilera aus einer Hochzeitstorte gestiegen und hatten deren Klassiker "Like a Virgin" gesungen - in genau jenem weißen Brautkleid, das das Material Girl 1984 bei der MTV-Verleihpremiere getragen hatte. Dann kam sie selbst, sexy, attraktiv und superschlank im schwarzen Anzug mit engen Hosen, und stellte ihren neuen Song "Hollywood" vor.</P><P>Der gemeinsame Auftakt des Trios, dem sich am Ende auch Missy "Misdemeanor" Elliott anschloss, blieb der einzige Paukenschlag der dreistündigen Riesenfete am Donnerstagabend (Ortszeit) in New Yorks legendärer Radio City Music Hall. Zwar holte Komödiant Chris Rock als Host des Jubiläumsprogramms oft die Lacher auf seine Seite, ging aber nach Meinung von Kritikern auch ebenso oft zu weit. Rapper P. Diddy musste sich sagen lassen, dass er "mehr Klagen am Hals hat als die katholische Kirche". Seinem Kollegen Eminem, der auf seine Mutter nicht gerade gut zu sprechen ist, gratulierte er zur Ersparnis von Muttertagsgeschenken.</P><P>Einen Frontläufer gab es nicht bei der 20. Vergabe der MTV-Musikvideopreise. Beyoncé, Justin Timberlake und Coldplay nahmen jeweils drei "Moonman"-Trophäen entgegen. Der Hauptpreis blieb Rapperin Missy Elliott vorbehalten, deren Beitrag "Work It" unter anderem wegen seiner Spezialeffekte und surrealen Bilder zum Video des Jahres gekürt wurde und zusätzlich den Preis für das beste Hip-Hop-Video mitnahm.</P><P>Beyoncé Knowles "Crazy in Love" sahnte in den Kategorien R&B sowie Choreografie ab und wurde zum besten weiblichen Video erklärt, obwohl ihr Freund Jay-Z beteiligt war. Sie nahm ihre Preise im goldenen Glitzerdress mit bauchnabeltiefem Ausschnitt und fast tellergroßen Ohrringen entgehen. Die britischen Band Coldplay wurde für ihr Video "The Scientist" für die Regie und als beste Gruppe gewürdigt. Außerdem ernannte MTV sie zur Band, "die den Durchbruch geschafft hat".</P><P>Justin Timberlake rechnete in "Cry Me a River" mit seiner "Ex" ab und zog damit unter anderem die Auszeichnung für das beste männliche und das beste Pop-Video an Land. Der Beitrag zeigt, wie Timberlake eine Spears ähnlich sehende Frau wegen ihrer Untreue sitzen lässt.</P><P>Eminem, der klare MTV-Gewinner von 2002, konnte sich dieses Jahr nur in einer Kategorie durchsetzen. Sein "Lose Yourself" bekam den Preis für das beste Video aus einem Film, in seinem Fall dem autobiografischen "8 Mile". Jennifer Lopez, die vier Mal für einen MTV-Musikvideo-Preis nominiert worden war, hatte wie schon mehrmals in diesem Jahr wieder Pech und verlor in jeder Kategorie. Genauso erging es unter anderen Madonna, Christina Aguilera und der Kanadierin Avril Lavigne.</P><P>Dagegen wurde der sechsfach nominierte Countrystar Johnny Cash (71) immerhin ein Mal geehrt, für die Cinematografie seines Videos "Hurt", das den 71-jährigen Sänger von langem Leiden angeschlagen und gebrechlich zeigt. Cash hatte der Zeremonie eigentlich persönlich beiwohnen wollen, konnte sie wegen einer neuen Erkrankung nur vom Krankenhausbett miterleben. Dafür gab Timberlake beim Entgegennehmen des Pop-Video-Preises bekannt, er wolle diesen mit Cash teilen. Der habe ihn mehr verdient. Außerdem sei er selbst durch seinen Opa, ein heißer Verehrer des Country-Barden, "mit Cash groß geworden", sagte Timberlake.</P><BR>

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