Beyoncé hat wieder abgestaubt

- London - Justin Timberlake (23) und Beyoncé (22) räumen weiter die wichtigsten Musikpreise ab. Die beiden amerikanischen Superstars gewannen am Dienstagabend in London die Brit Awards als beste internationale Solokünstler.

Die meisten Trophäen bei den wichtigsten britischen Musikpreisen erhielt die Band The Darkness. Auch Sängerin Dido gehörte mit zwei Brits zu den Gewinnern. Dem Abend fehlte allerdings ein "Nipplegate", wie selbst die konservative "Times" am Mittwoch beklagte. <P>Eingedenk seiner Entschuldigung für die von ihm mitverschuldete Busen-Entblößung von Janet Jackson gab sich Justin Timberlake diesmal ultrabrav: Mit Jacket und Krawatte ausstaffiert wie bei einer Abiturfeier, nahm er seine beiden Awards als bester Solokünstler und für das beste internationale Album ("Justified") entgegen. Es war ein anderer Justin, der an diesem Abend mit einer nackten Brust die Blicke auf sich zog: Justin Hawkins (29) von der vor einem Jahr noch völlig unbekannten Gruppe The Darkness erntete Applaus für seine Ausstaffierung mit buschigem Rückenfell und Schamhaar-Tattoo. "Nach Jahren der Boybands sind endlich wieder Künstlertum und klare Standpunkte gefragt", lobte der "Guardian".</P><P>The Darkness, eine nostalgisch wirkende Rockgruppe in Zeiten des Manufaktur-Pops, heimste diesmal die meisten Awards ein, drei an der Zahl. Die britische Presse feiert die Jungs aus der ostenglischen Provinz nun geschlossen als die Retter des Brit Rocks. Hawkins stimmt zu: "Wir sind wahrscheinlich wirklich die beste britische Gruppe." Daniel Bedingfield (24) durfte sich bester britischer Solokünstler nennen und hängte damit Will Young ab, den Gewinner der britischen Version von "Deutschland sucht den Superstar". Da aber keine gute Telefonverbindung mit ihm zu Stande kam, hörte man von ihm nur: "Hallo? Hallo?"</P><P>Dido (32), die jetzt zu den zehn bestverdienenden Popstars der Welt zählt, war sich schon zu gut für die Brits und blieb der Veranstaltung fern. In einer Videobotschaft zeigte sie sich "überrascht" und "dankbar" für die beiden Preise als beste britische Solokünstlerin und für die beste britische Single ("White Flag"). So hatte Beyoncé Knowles das Feld für sich: Geschmückt mit einem Diamanten-Strang im Wert von 375 000 Euro, gab sie ihren Hit "Dangerously In Love" zum Besten.</P><P>Irgendwie sehnte man sich nach vergangenen Brit-Tagen, als Vizepremier John Prescott noch einen Eimer Eiswasser über den Kopf bekam und Robbie Williams seinen Intimfeind Liam Gallagher zum Boxkampf herausforderte. Ein bisschen brav, das Ganze. Da half es auch nicht, dass nach dem im letzten Jahr verhängten Alkoholverbot diesmal wieder tief ins Glas geschaut werden durfte.</P><BR> 

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