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Jürgen Klinsmann gewann den Prozess gegen Liedermacher Fredl Fesl.

Fesls Bierwerbung: Klinsmann gewinnt Prozess

München - Fußball-Trainer Jürgen Klinsmann hat sich erfolgreich gegen eine unerlaubte Bier-Werbung mit seinem Namen gewehrt. Fredl Fesl muss sich das Wortspiel in dem Werbespot für Kaiser Bräu verkneifen.

Fredl Fesl hatte für die Brauerei in einem Radio-Werbesport für das Bier Wortspiele zum Reinheitsgebot kreiert und verkündet: „Frisch, sauber, rein, neudeutsch sagt man clean, und genau woher meinen Sie, dass so Worte kommen wie Klinsmann?“

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Die Brauerei hatte dem Gericht gegenüber erklärt: Fredl Fesl habe im Radio nicht das Wort Klinsmann, sondern „Cleansmann“ gesprochen. Dies erwecke allenfalls eine Namensassoziation, was ja wohl erlaubt sei. Klinsmann hingegen monierte, „Kaiser Bräu“ habe unberechtigt mit seinem Namen geworben. Er habe dieser Werbung weder zugestimmt, noch dulde er sie.

Das muss Klinsmann auch nicht, urteilte am Mittwoch die 5. Zivilkammer des Landgerichts. Wie schon im einstweiligen Verfügungsverfahren erklärten die Richter, dass „Kaiser Bräu“ eindeutig das Namensrecht Klinsmanns verletzt habe. Um Geld ging es in dem Prozess nicht. Denn, so das Gericht: „Gegenstand des Rechtsstreits waren nur Unterlassungsansprüche, nicht auch Schadenersatzforderungen wegen der Namensnutzung.“

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Fredl Fesl dürfte diese Entscheidung kaum verstehen. Die Klage von Klinsmann hatte er schon im Vorfeld des Prozesses kommentiert: „Das ist lächerlich. Ich habe mir überhaupt nichts Böses dabei gedacht“, sagte er gegenüber Medien. „Ich hab' halt einfach lustige, dumme, alberne Sprüche gemacht. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Auch bei der Brauerei herrscht Unverständnis über die Klage. Vor allem, weil „Kaiser Bräu“ den Spot umgehend aus der Werbe-Kampagne genommen hat. Angeblich sei die Werbung ohnehin nur elf Mal bei einem Münchner Radiosender gelaufen. Die Brauerei hatte umgehend auf die Kritik Klinsmanns reagiert und das Gesrpäch mit dem Fußballtrainer gesucht, um eine Klage wegen einer „Bagatelle“ zu vermeiden. Vergebens. Das Urteil (Aktenzeichen: 9 O 16992/08) ist noch nicht rechtskräftig.

Bettina Link

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