Bill Gates spendet Milliarden

- Washington - Microsoft-Gründer Bill Gates gibt zusammen mit seiner Frau Melinda mehr Geld für gute Zwecke als jeder andere Spender in den USA. Die Gates-Stiftung hat in den vergangenen fünf Jahren 22,9 Milliarden Dollar (19,2 Milliarden Euro) überwiegend für Gesundheits- und Bildungsprojekte ausgegeben oder zugesagt. Das geht aus der Liste der großzügigsten Spender hervor, die die Zeitschrift "Businessweek" in ihrer neuesten Ausgabe (1. Dezember) veröffentlicht.

<P>Gates' Reichtum wird auf 46 Milliarden Dollar geschätzt. Die gesamten Spenden seines Lebens machen rund 54 Prozent seines heutigen Reichtums aus. Andere Spender gaben weniger Geld, gemessen an ihrem geschätzten Reichtum aber wesentlich mehr: Der Gründer der Investmentfirma American Century, James Stowerks und seine Frau Virginia, gaben in ihrem Leben bislang 1,6 Milliarden Dollar, was 271 Prozent ihres derzeitigen Reichtums entspricht. Investor Warren Buffet gab bislang 231 Millionen Dollar, ein Prozent seines geschätzten Vermögens von 36 Milliarden Dollar.</P><P>Mit großem Abstand folgen auf Gates Intel-Gründer Gordon Moore und seine Frau Betty mit 7 Milliarden Dollar und Investmentguru Georges Soros mit 2,4 Milliarden Dollar. Dell Computer-Gründer Michael Dell und seine Frau Susan sind mit 1,2 Milliarden Dollar Spenden auf Platz sechs. Neu auf der Liste, die die Zeitschrift im vergangenen Jahr erstmals auflegte, ist New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, der mit Spenden in Höhe von 401 Millionen Dollar für Gesundheit, Bildung und die Künste den elften Platz belegte.</P><P>Die Spendergruppe hat sich nach Angaben der Zeitschrift in den vergangenen Jahren radikal geändert. Die neuen Reichen, die ihre Millionen und Milliarden mit eigenen Geschäftsideen vor allem im Technologiebereich machten, engagierten sich viel direkter in den von ihnen unterstützten Projekten als frühere Spender, die Reichtum geerbt hatten. Sie verlangten zudem mehr Transparenz und nachweisbare Ergebnisse, dass ihre Beiträge Wirkung zeigen. Viele wollten ihr Geld zu Lebzeiten verteilen und nicht in Stiftungen fließen lassen. Damit hätten sie mehr Kontrolle darüber, was mit den Spenden passiert.</P>

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