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Jan Böhmermann trollt sich auch mal selbst. 

Troll-Accounts bei Zeitungen

Böhmermann postet Hasskommentare gegen sich selbst

Berlin - Fernsehmoderator Jan Böhmermann (34) hat Spaß daran, mit einfachen Mitteln wie einem Computer die Meinung im Internet zu beeinflussen.

„Ich sage es ganz offen: Ich habe bei allen großen Tageszeitungen online mehrere Troll-Accounts“, erzählte Böhmermann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. „Ich werde auch dieses Interview, wenn es erscheint, mit Hasskommentaren versehen: „Guck ihn dir an, den arroganten Schnösel.“

Böhmermann gab das Interview gemeinsam mit seinem Kollegen, dem Musiker Olli Schulz (41). Beide moderieren die Sendung „Sanft & Sorgfältig“ bei Radioeins (RBB). 2016 startet „Schulz & Böhmermann“ im Fernsehen bei ZDFneo.

Schulz zeigte sich in dem Interview skeptisch, wenn Prominente in der Flüchtlingsdebatte eine Haltung haben wollen. „Es gibt immer wieder Leute, die das für ihr eigenes Ego instrumentalisieren.“ Viele sagten „Nazis sind Scheiße“. Das sei ihm zu wenig. „Das habe ich mit 19 bei der Antifa auch gebrüllt, bis die Goldenen Zitronen, eine Band, die ich immer geschätzt habe, gesungen haben: “Nazis raus - ja, wohin denn? Hier gehören sie hin, denn hier kommen sie her.“

dpa

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