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Bohlen muss Anders kein Schmerzensgeld zahlen

- Berlin - Rosenkrieg um Modern Talking: Der Schlagersänger Thomas Anders ist mit der Klage gegen seinen früheren Musikpartner Dieter Bohlen auf eine Million Euro Schmerzensgeld gescheitert.

<P>Das Berliner Landgericht wies die bisher höchste Schmerzensgeldforderung in der deutschen Medienwelt am Donnerstag ab. "Anders gehe es nicht ernsthaft um Genugtuung, sondern um Aufmerksamkeit in dem Streit unter Künstlern", sagte Richter Michael Mauck. Das zeige schon die Höhe der verlangten Summe. Anders und Bohlen erschienen nicht vor Gericht. Just am Donnerstag wurden Hochzeitspläne Bohlens bekannt.</P><P>Anders sieht sich durch Passagen in Bohlens Buch "Hinter der Kulissen" verleumdet. Der 51-jährige Pop-Produzent hatte in seinem Bestseller behauptet, sein früherer Modern-Talking-Kollege habe Gelder einer gemeinsamen Tournee im Jahr 2002 in die eigene Tasche gewirtschaftet.</P><P>Am 15. April geht der Schlagabtausch vor dem Berliner Kammergericht weiter. Der Justiziar des Random House Verlags, Rainer Dresen, sagte, Bohlen habe keinen Grund, sich zu entschuldigen. Die Vorwürfe erhebe er zu Recht.</P><P>"Wir werden die Urteilsbegründung abwarten und aller Voraussicht nach in Berufung gehen", sagte Anders' Anwalt Christoph Meyer-Bohl. Er sprach von einer unverständlichen Entscheidung. "Bisher hat noch kein deutsches Gericht die Auffassung vertreten, dass der Betroffene einer Berichterstattung seinen Anspruch auf Geldentschädigung verliert, wenn er sich selbst in den Medien zur Wehr setzt."</P><P>Der Richter hatte angedeutet, dass Anders einen Werbegag gestartet haben könnte. Seine Klage habe der Sänger just an dem Tag angekündigt, als er seine neue Single vorstellte. Managerin Gaby Allendorf betonte indes, Anders als Sänger und Familienvater habe Schaden genommen. "Es kratzt an der Seele, es schmerzt", sagte die Managerin am Rande des Prozesses.</P><P>Im vergangenen Sommer hatte Anders vor Gericht gesiegt. Das Berliner Landgericht hatte Bohlen seinerzeit untersagt, die Äußerungen zu wiederholen oder zu verbreiten. Diese Entscheidung ist aber noch nicht rechtskräftig. Textpassagen, wonach Anders bei einer gemeinsamen USA-Tournee Gelder in seine Taschen gewirtschaftet habe, mussten in der Neuauflage des Bohlen-Buches geschwärzt werden.</P>

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