2017 für zahlungsunfähig erklärt 

Mega-Rückschlag für Boris Becker: Insolvenzauflagen verlängert - schwerwiegender Vorwurf

Boris Becker würde seinem schlimmsten Feind nicht das Insolvenzverfahren wünschen, dass er durchgemacht hat. Nun wurden die Insolvenzauflagen um 12 Jahre verlängert.

  • Boris Becker wurde 2017 für zahlungsunfähig erklärt
  • Nun haben britische Behörden seine Insolvenzauflagen um 12 Jahre verlängert
  • Tennis-Star Becker stimmte den Auflagen einvernehmlich zu

London - Die zuständige britische Behörde hat Insolvenzauflagen gegen den ehemaligen Tennis-Star um zwölf Jahre verlängert. Das teilte der Insolvency Service am Dienstag auf der Webseite der britischen Regierung mit. Demnach muss sich Becker bis zum 16. Oktober 2031 bestimmten Einschränkungen für zahlungsunfähige Personen in Großbritannien unterwerfen. Dazu gehört beispielsweise die Pflicht, ab einer Darlehenshöhe von 500 Pfund (ca. 580 Euro) den Darlehensgeber über seinen Status zu informieren.

Boris Becker: Das passiert mit privatem Insolvenzverfahren

Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit, Becker habe „der Verlängerung einzelner Insolvenzauflagen bis 2031 einvernehmlich zugestimmt“. Das bedeute aber nicht, „dass sich das gesamte private Insolvenzverfahren bis 2031 verlängert“.

Ein Sprecher der Insolvenzbehörde sagte der dpa, Becker sei mit dem Schritt einer möglichen gerichtlichen Anordnung zuvorgekommen. Als Begründung für die Verlängerung der Insolvenzauflagen hieß es, der dreimalige Wimbledon-Sieger habe Transaktionen aus der Zeit vor und nach dem Insolvenzverfahren in Höhe von 4,5 Millionen Pfund (umgerechnet rund 5,2 Millionen Euro) nicht ordnungsgemäß gemeldet.

Boris Becker 2017 als zahlungsunfähig erklärt

Becker-Anwalt Moser merkte dazu an, der ehemalige Tennis-Profi habe dem Insolvenzverwalter keine Vermögenswerte „unterschlagen oder verheimlicht“. Er habe diese Vermögenswerte - „die ihm allerdings nach seiner Auffassung gar nicht zustehen“ - lediglich zu spät angegeben.

Becker war 2017 von einem britischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Eigentlich können Insolvenzverfahren in dem Land bereits nach einem Jahr abgeschlossen werden. Noch im Sommer hatte sich Beckers Vermögensverwalter nach der Versteigerung von Pokalen und anderen Erinnerungsstücken des ehemaligen Tennis-Profis optimistisch gezeigt, dass das Verfahren bald abgeschlossen sein kann.

dpa

Lieber als in den Gerichtssaal geht Boris Becker auf das Oktoberfest. Dort wurde er 2018 mit einer unbekannten Schönheit gesehen. Außerdem nahm er an einer Anti-Rassismus-Demo teil - und ließ Kritik daran nicht auf sich sitzen.

Seine Ex-Frau Lilly Becker meldet sich derzeit mit freizügigen Bildern von den Malediven.

Mehrere Jahre war sie das Zuhause von Boris Becker und seiner Familie,jetzt wird sie für andere Zwecke genutzt: die Luxusvilla auf der Baleareninsel Mallorca.

Rubriklistenbild: © dpa / Daniel Bockwoldt

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