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Die Boygroup Boys.

Parodie-Song erobert das Netz

Boygroup Boys: Wer steckt hinter dem Internet-Phänomen?

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München - Eine geniale Parodie auf alle Boygroups hat das Netz erobert. Unzählige Klicks gehen auf das Konto der "Boygroup Boys". Die Song-Satire stammt aus Deutschland.

Die 90er waren das Jahrzehnt der Boygroups. Gefühlt jede Woche schwemmte eine neue Auswahl knackiger Jungs auf den Musikmarkt und brach reihenweise die Herzen pubertierender Mädchen. Wer das Radio anmachte, konnte Take That, East 17, Worlds Apart, Caught in the Act und nicht zuletzt *NSYNC und den Backstreet Boys nicht entkommen. Sie alle waren von findigen Musikmanagern nach dem gleichen Strickmuster zusammengestellt und sangen massentauglichen Pop. Mittlerweile ist der Spuk so ziemlich vorbei, einige wenige Stars von damals kämpfen noch verzweifelt gegen ihr endgültiges Verschwinden in der Versenkung an - doch jetzt erobert eine neue Boygroup das Netz. 

In etwas mehr als einer Woche sammelten die "Boygroup Boys" mit ihrem Song "We are the boys" auf YouTube knapp 177.000 Klicks, der Clip wird auf Facebook und Co. begeistert geteilt. Droht etwa eine neue Boygroup-Hysterie?

Nein, denn das Lied ist nichts weiter eine clevere Parodie auf das ausgelutschte Genre. Zielgruppe sind alle, die als 14-Jährige bei den Konzerten in der ersten Reihe standen und nur bei der Erwähnung des Namens Robbie Williams eine Schreikrampf bekamen. 20 Jahre später können sie mit dem Song einen Blick auf ihre musikalischen Jugendsünden zurückwerfen und sich fragen: "Wie konnte ich das damals nur toll finden?"

Die Köpfe hinter dem Internet-Phänomen sitzen - passend zum Klischee von damals - in einer Werbeagentur: DDB aus Düsseldorf. Markenfilm Crossing aus Hamburg hat den Clip produziert, Mokoh Music aus Berlin schrieb den Fake-Boyband-Mitgliedern das Lied auf die gestählten Leiber. Zwei der feschen Jungs, die Schweizer Riccardo Haerri und Tim Hunziker, kommen von der Stage School in Hamburg.

Denn in der Pop-Persiflage "We are the boys" wird kein Klischee ausgelassen und das eiskalte Konzept entlarvt, mit dem den Heranwachsenden das Taschengeld aus dem Portmonnaie gezogen und erste Sehnsüchte in die Unterwäsche geschoben wurde: Vom ethnischen Mix der zusammengecasteten Bandmitglieder mit oft arg überschaubarem Talent über die gehauchten, gelogenen Liebesschwüre und den Beteuerungen, man sei auch privat beste Freunde - bis zu den Videos, in denen es ständig regnete und ein synchron getanzter Oben-ohne-Auftritt in mindestens einer Szene Pflicht war.

Aber sehen Sie selbst:

Haben Sie noch eine "Bravo Hits" daheim? Sie könnte viel Geld wert sein

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