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Brad Pitt spricht über persönliche Probleme. Foto: Chris Pizzello

Acht Monate nach dem Ehe-Aus

Brad Pitt redet erstmals über Trennung, Alkohol und Therapie

Hollywood-Star Brad Pitt bricht sein langes Schweigen. Nach der Trennung von Angelina Jolie im vorigen September war der Schauspieler abgetaucht. Nun spricht er erstmals öffentlich darüber - und wird sehr persönlich.

Los Angeles (dpa) - Alkohol, Einsamkeit, Kinder, Therapie - Brad Pitt (53) lässt kein Thema aus: Acht Monate nach der überraschenden Trennung von Angelina Jolie (41) spricht der Hollywood-Star erstmals öffentlich über die gescheiterte Beziehung und sein Leben danach.

Im Interview mit der US-Zeitschrift "GQ Style" erzählt der Schauspieler, dass er in Therapie sei und von Alkohol Abstand halte.

Er habe vorher zu viel getrunken und viele der Probleme selbst verschuldet, räumt Pitt in dem langen und sehr persönlichen Interview ein. "Ich konnte wirklich einen Russen mit seinem eigenen Wodka unter den Tisch trinken. Ich habe das professionell gemacht, ich war gut darin." Er wolle nun ein gesünderes Leben führen und mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen.

Er sei nie gut darin gewesen, über Gefühle zu sprechen, sagte Pitt. So sei er aufgewachsen. Aber für seine Kinder wolle er sich jetzt bessern. "Mit der Trennung ist es mir klar geworden: Ich muss mehr machen. Ich muss mehr machen für sie. Ich muss es ihnen zeigen. Und ich muss sehr gut darin sein."

Jolie und Pitt hatten im Januar in einem gemeinsamen Statement angekündigt, ihre Scheidung zum Wohle ihrer Kinder unter Ausschluss der Öffentlichkeit abzuwickeln. Zwei Jahre nach ihrer Hochzeit hatte Jolie im September die Scheidung von ihrem langjährigen Partner eingereicht. Sie forderte das alleinige Sorgerecht für die drei leiblichen und die drei adoptierten Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren. Derzeit sind die Kinder in der Obhut der Mutter, Pitt hat Besuchsrecht.

Er und Jolie würden "ihr Bestes versuchen", eine Einigung zu finden. Das plötzliche Auseinanderbrechen der Familie sei für die Kinder sehr schwierig gewesen, erklärt Pitt. Einen bitteren Sorgerechtsstreit wollten sie unbedingt vermeiden. Sie bemühten sich darum, "dass jeder am Ende stärker und ein besserer Mensch ist".

Auch Jolie hatte kürzlich Bilanz gezogen. "Es war eine sehr schwierige Zeit. Aber wir sind eine Familie. Und wir werden immer eine Familie sein", sagte sie im Februar in einem Gespräch mit BBC World News in Kambodscha. "Wir werden über diese Zeit hinwegkommen und hoffentlich eine stärkere Familie werden."

Er selbst habe nach der Trennung im September bei Freunden in Santa Monica Unterschlupf gesucht. Es sei "zu traurig" gewesen, um alleine in seinem Haus in den Hügeln von Hollywood zu sein.

Für den Artikel und zahlreiche Mode-Fotos in dem Männermagazin "GQ Style" war Pitt mit Fotografen im März acht Tage durch drei US-Nationalparks gereist, darunter die Everglades-Sümpfe in Florida und die White-Sands-Sanddünen in New Mexico. Mit angegrautem Kinnbart und hagerem Gesicht blickt Pitt auf vielen Bildern nachdenklich in die Kamera. 

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