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Das umstrittene Porträt von Herzogin Kate

Briten lästern über Porträt

Ist Herzogin Kate ein "Twilight"-Vampir?

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London - Das erste offizielle Porträt von Herzogin Kate, das jetzt in London enthüllt wurde, ist heftig umstritten. Die Kritiker sparen nicht mit bösen Vergleichen und beißendem Spott.

„Es ist ein unglaubliches Bild. Es ist großartig", stieß eine scheinbar schwer beeindruckte Herzogin Kate am vergangenen Freitag bei der feierlichen Enthüllung ihres ersten offiziellen Porträts in der Londoner National Portrait Gallery aus. Doch ist die schwangere Frau von Prinz William wirklich so begeistert von dem Gemälde oder macht sie nur gute Miene zum bösen Spiel? Selbsternannte und echte Kunstkritiker jedenfalls sind sich offenbar einig: Das Werk des Künstlers Paul Emsley ist gründlich misslungen.

Richtig böse wird etwa der Kritiker des britischen "Guardian", den das Porträt "an etwas Unangenehmes aus den "Twilight"-Filmen" erinnert. Die Herzogin habe "tote Augen, die einen unter schweren Augenlidern böse anstarren". Die Lippen seien "fest zusammengekniffen, wohl um die Vampirzähne zu verstecken", das Haar "stumpf und ohne Leben".

Das renommierte "British Art Journal" spricht von einem "Disaster durch und durch". Das Bild sei "scheusslich" und "saumäßig", zitiert die "Daily Mail" das Kunstmagazin. "Die Nase stimmt nicht, die Augen ebenfalls. Und was soll der Weichzeichner-Effekt? Den kann man doch heranziehen, wenn sie mal Falten hat!" Im wirklichen Leben ist die schöne Kate faltenfrei, deshalb nahm Emsley den Ausdruck "künstlerische Freiheit" offensichtlich sehr wörtlich und fügte ein paar hinzu, breitete aber - sozusagen als gnädigen Ausgleich - eine Art Schleier darüber.

Der Künstler hat dafür eine kuriose Begründung: "Sie wollte, dass ich ihr wahres Wesen einfange. Für einen Maler ist das eine Herausforderung, wenn es sich um eine schöne Frau handelt, die keine Falten hat." Zusammen mit den Schatten in ihrem aufgedunsenen Gesicht, den Augenringen und dem kantigen Kinn sieht die 31-Jährige tatsächlich mindestens 15 Jahre älter aus als in Wirklichkeit. Verstärkt wird all das durch die Tatsache, dass Kate überlebensgroß abgebildet ist - eine zweifelhafte Entscheidung.

Doch damit nicht genug: Obwohl Emsley besonders angetan war von den funkelnden grünen Augen der Herzogin, pfuschte er kurz vor Abschluss noch einmal in ihrer Iris herum - mit einer sehr zweifelhaften Begründung: "Ihre Augen sollten besser zum Hintergrund und zur blauen Bluse passen", zitiert ihn die "Daily Mail". Besagte Bluse ist übrigens vom Künstler ebenfalls frei erfunden, da Kate in den Sitzungen unterschiedliche Outfits getragen hatte.

Emsley selbst jedenfalls ist mehr als zufrieden von seinem Werk und besteht darauf, dass es seinem adeligen Model nicht anders gehe: "Ich bin glücklich damit und sie ist begeistert."

hn

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