Britische Politiker fordern Ende der Diana-Untersuchung

Nach dem Aussehen erregenden Auftritt von Mohammed al Fayed haben britische Politiker ein Ende der Untersuchung zum Tod von Prinzessin Diana und ihrem Liebhaber Dodi al Fayed gefordert.

"Es ist pure Zeit- und Geldverschwendung", sagte das Oberhaus-Mitglied George Foulkes der Zeitung "The Times". Die "außerordentlichen" Aussagen von Dodis Vater an diesem Montag hätten das Verfahren "in einen Zirkus" verwandelt. Der Vorsitzende Richter Scott Baker solle "ernsthaft in Erwägung ziehen, die Untersuchung zu stoppen", erklärte Foulkes, der auch dem parlamentarischen Kontrollausschuss der Sicherheitsdienste angehört.

Baker wies die Forderung umgehend zurück. Die Untersuchung werde wie gehabt weiter gehen, sagte er und warnte: "Für Kommentare, die außerhalb des Gerichts gemacht werden, könnten die Verursacher der Missachtung des Gerichts haftbar gemacht werden."

Am Vortag hatte der ehemalige Chef des Auslandsgeheimdienstes MI6, Richard Dearlove, vor der Jury ausgesagt. Er wies dabei die Anschuldigungen von al Fayed zurück, der Geheimdienst habe auf Antreiben des Königshauses Dodi und Diana bei dem Autounfall in Paris im August 1997 "beseitigt". Der ägyptische Kaufhausmillionär hatte vor dem Londoner High Court unter anderem Prinz Philip, den Mann der Queen, als "Nazi" beschimpft und das Königshaus als "Dracula-Familie" bezeichnet.

"Wir verstehen Herrn Fayeds Trauer. Aber Tatsache ist, dass er irgendwann verstehen muss, dass niemand in den Tod seines Sohnes und von Diana verwickelt war", sagte das Ausschussmitglied Dari Taylor.

Die Gerichtsuntersuchung läuft seit vergangenem Oktober und ist für sechs Monate angesetzt. Bisher kosteten die Untersuchungen zum Tod der Prinzessin mehr als sechs Millionen Pfund (etwa acht Millionen Euro). Dabei entfiel ein großer Teil auf die Ermittlungen der Polizei. Sie hatten ergeben, dass Dianas Fahrer Henri Paul betrunken und zu schnell gefahren war. Paul starb ebenfalls bei dem Unfall.

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