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Rockmusiker Bruce Springsteen: Am Sonntagabend mahnte er beim Tourauftakt mit seiner E Street Band zum Widerstand gegen Donald Trump.

Statement zum Tourstart

Bruce Springsteen: „Wir sind der neue amerikanische Widerstand“

Perth - Aus seiner politischen Überzeugung macht Bruce Springsteen kein Geheimnis - nun positioniert sich der Musiker mit einem starken Statement ausdrücklich gegen den frisch vereidigten US-Präsidenten Donald Trump.

Der amerikanische Rockmusiker Bruce Springsteen (67) hat die Australien-Tour seiner E Street Band am Sonntagabend in Perth mit einem starken politischen Statement begonnen. „Unsere Herzen und Gedanken sind mit den Hunderttausenden Frauen und Männern“, sagte der 67-Jährige, „die auf die Straße gegangen sind gegen Hass und Teilung und für Toleranz, Inklusion, Reproduktive Rechte, Zivilrechte, Gerechtigkeit für alle Rassen“. Nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump hatten am Samstag in den USA und etlichen Großstädten weltweit Hundertausende Menschen auf den Straßen und öffentlichen Plätzen protestiert. Außerdem verwies „The Boss“ auch auf die Wichtigkeit von Umweltschutz, Krankenversicherung und den Rechten von Einwanderern.

Der neue amerikanische Widerstand

„Wir stehen an eurer Seite. Wir sind der neue amerikanische Widerstand“, rief der 67-jährige Springsteen seinen Fans zu, wie auf einem Video zu sehen ist, das er auf seiner offiziellen Homepage veröffentlichte

Auch im sozialen Netzwerk Twitter teilte der Musiker die Aufnahme mit dem Anti-Trump-Statement, die schon mehrere Tausend Mal geliked und geteilt wurde.

Aus seinen politischen Überzeugungen hat Springsteen nie einen Hehl gemacht. Eine Woche vor der Amtsübergabe hatte er im Weißen Haus ein Abschiedskonzert für den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama und dessen Angestellte gespielt. Auf der Gästeliste bei Obamas Abschiedsparty war er einer von vielen hochkarätigen Gästen: Musiker, Prominente und Persönlichkeiten von Paul McCartney bis hin zu Meryl Streep gaben sich die Ehre. Letztere hatte kürzlich die Ausfälligkeit Trumps am eigenen Leib zu spüren bekommen: Nachdem sie auf der Golden Globe Verleihung Kritik am zukünftigen Präsidenten geäußert hatte, bezeichnete er die Schauspielerin über Twitter unter anderem als „völlig überschätzt“ und eine „Hofschranze Hillarys“, Trumps Konkurrentin im US-Wahlkampf.

Zahlreiche Künstler boykottieren Trump

Bruce Springsteen war auch bei der Feier zur Amtseinführung Obamas vor acht Jahren in Washington aufgetreten. Bei der Einführung des neuen Präsidenten Donald Trump am Freitag wollte Springsteen - ebenso wie zahlreiche andere Künstler - jedoch nicht spielen. Während sich bei Obamas Abschiedsparty niemand zweimal bitten ließ, boykottierten unzählige Musiker Trumps Vereidigung - der zukünftige US-Präsident hatte Probleme, überhaupt jemanden zu finden, der bei dem Ereignis auftreten wollte. Am Freitag sollte daher statt Springsteen selbst eine „Bruce Springsteen Coverband“ die Ehre haben. Doch selbst die sagte kurzfristig ab - wie die Band mitteilte, nicht aus politischen Gründen, sondern aus Respekt vor Bruce Springsteen höchstpersönlich.

dpa

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