Catherine Zeta Jones: Illustrierte hat meine Hochzeit verdorben

- London - Hollywood-Star Catherine Zeta Jones (33) hat in einem Musterprozess gegen eine britische Illustrierte ihre Vorwürfe bekräftigt, das Blatt habe ihre Hochzeit mit Michael Douglas (58) verdorben. Sie sei "am Boden zerstört, schockiert und empört" gewesen, als sie erfahren habe, dass die Zeitschrift "Hello!" heimlich Bilder der Feier vor drei Jahren zur späteren Veröffentlichung gemacht habe.

<P>Das von Jones und Douglas angestrengte Verfahren könnte, falls sie Erfolg haben, britische Rechtsgeschichte schreiben: "Es geht darum, ob Großbritannien ein Persönlichkeitsrecht hat oder nicht", sagte ein BBC-Kommentator.</P><P>"Ich hatte das Gefühl, dass mir etwas Wertvolles gestohlen worden war", sagte Zeta Jones ("Traffic", "Chicago") vor dem High Court in London, dem höchsten britischen Zivilgericht. Michael Douglas begleitete sie und sagte am Nachmittag ebenfalls aus. Die beiden klagen auf umgerechnet 800 000 Euro Schadenersatz. Der "Hello!"- Konkurrent "Ok!", der die exklusiven Fotorechte für die Hochzeit gekauft hatte, fordert noch einmal 2,8 Millionen Euro.</P><P>Die von "Hello!" mit versteckter Kamera aufgenommenen Bilder ließen sie in einem sehr unvorteilhaften Licht erscheinen, sagte Jones. Auf einem habe sie ausgesehen, als ob sie ihren Bräutigam mit einem Kuchenmesser erstechen wolle. "Und ich wollte auch nicht, dass mein Mann dabei fotografiert wird, wie er mir einen Löffel in die Kehle schiebt." Man könne glatt meinen, sie hätten bei der Hochzeit nur gegessen.</P><P>Welche Chancen das Hollywood-Paar mit seiner Klage hat, ist unklar. Bei einer Anhörung in der vergangenen Woche hatte Richter Lindsay die Ansicht vertreten, es handele sich bei jeder Eheschließung um eine öffentliche Veranstaltung. Darauf erwiderten die Anwälte der beiden Kläger, es gehe hier um Bilder von der anschließenden Privatfeier und nicht um die Zeremonie auf dem Standesamt. Die Anwälte von "Hello!" führen dagegen das Recht auf freie Berichterstattung ins Feld. In ihrem Vertrag mit "OK!" hätten sich Jones und Douglas sogar das Recht vorbehalten, Gäste aus den Bildern herauszuretouchieren. "Das ist das gleiche, was unter Stalin passiert ist", bemerkte der Richter dazu.</P><P>Im Vergleich zu Deutschland gibt es in Großbritannien für die Medien kaum Grenzen bei der Berichterstattung. Nur gegen Verleumdung kann geklagt werden, aber auch dies gilt als schwierig. Im übrigen dürfen die Medien alles veröffentlichen, auch über Leute, die im rechtlichen Sinn keine "Personen der Zeitgeschichte" sind.</P><BR>

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