Kult-Darsteller starb mit 93 

„Catweazle“ ist tot - Trauer um Geoffrey Bayldon

London - Als schrulliger Zauberer Catweazle begeisterte Bayldon in den 70er Jahren die TV-Zuschauer. Nun ist der Brite im Alter von 93 Jahren gestorben.

„Salmei, Dalmei, Adomei“. Mit diesem missglückten Zauberspruch katapultierte sich Geoffrey Bayldon einst als schrulliger Magier Catweazle in der gleichnamigen TV-Serie vom Mittelalter ins 20. Jahrhundert. Nun ist der Hauptdarsteller der britischen Kinderserie im Alter von 93 Jahren gestorben. Das teilte Carol Barnes, eine Vertraute des britischen Schauspielers, auf der Webseite des Catweazle-Fan-Clubs mit. Ein Agent bestätigte der BBC den Tod Bayldons.

Der Mitteilung zufolge starb Bayldon bereits am Mittwoch an einer Atemwegserkrankung. „Mögen seine Liebe und sein Zauber bei Euch bleiben“, schrieb Barnes.

Geboren wurde Bayldon 1924 in der nordenglischen Stadt Leeds. Nach einer Schauspielausbildung an der Old Vic Theatre School in London spielte er zunächst in Musicals und Theaterstücken. Früh wurde er für Rollen angefragt, in denen er alte Männer spielen sollte, berichtete der „Guardian“. Zuerst habe er sich dagegen gewehrt, aus Angst keine anderen Rollen mehr zu bekommen. Ein Angebot, in der ersten Staffel der späteren Kultserie „Doctor Who“ die Hauptfigur zu spielen, soll er deswegen abgelehnt haben.

Bei „Catweazle“ sagte er zu. Die Rolle des kauzigen Magiers war Bayldon geradezu auf den Leib geschneidert. Autor Richard Carpenter soll ihn bereits beim Schreiben als Hauptdarsteller im Kopf gehabt haben.

Mit seiner hageren Statur, den großen Augen und zotteligen Haaren passte Bayldon perfekt auf die Rolle des Catweazle, der sich stets etwas unbeholfen mit den technischen Errungenschaften der Moderne herumschlägt. Hilfe bekommt er dabei von dem Jungen Harold Bennet und der Kröte Kühlwalda. 

Trotz ihres großen Erfolgs blieb es bei nur zwei Staffeln der Serie, die 1970 und 1971 zu sehen waren. In Deutschland wurde sie erstmals 1974 ausgestrahlt. Bayldon hatte damit seinen Durchbruch geschafft.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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