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Charlène von Monaco: First Lady an der Seite des Fürsten Albert II.

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Von: Annemarie Göbbel

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Die Fürstin von Monaco sorgt an der Seite Fürst Alberts II. für Glamour im Inselstaat an der Côte d’Azur. Doch die gebürtige Südafrikanerin scheint auch so manches dunkle Geheimnis zu haben, was sie immer wieder in die Schlagzeilen katapultiert.

Monaco – Die heutige Fürstin von Monaco kam am 25. Januar 1978 als Charlène Lynette Wittstock im heutigen Simbabwe zur Welt. Als Tochter einer Schwimmlehrerin war schon im Kindesalter klar, dass Charlène eine Schwimmkarriere anstreben wollte. Wegen besserer Trainingsbedingungen zog sie als Jugendliche nach Durban. Bereits 1996 holte Charlène für die dort ansässigen Seagulls den ersten Platz bei den südafrikanischen Schwimm-Meisterschaften.

Charlène von MonacoCharlène Lynette Grimaldi, Fürstin von Monaco ist eine ehemalige südafrikanische Schwimmerin
Geboren:25. Januar 1978, Bulawayo, Simbabwe
Ehepartner:Albert II. (verh. 2011)
Kinder:Gabriella von Monaco, Jacques von Monaco

Im Jahr 2000 lernte sie auch ihren späteren Ehemann Albert von Monaco kennen. Ab 2006 zeigte sich die Sportlerin an Alberts Seite, der Palast dementierte jedoch lange die Verlobung. Zu schwer wog das Erbe der 1982 verunglückten Mutter Alberts, Gracia Patricia. 2011 gaben sich Charlène und Albert, inzwischen Fürst von Monaco, das Jawort. 2014 kamen die gemeinsamen Zwillinge Gabriella und Jacques zur Welt.

Die Frau an der Seite des Fürsten Albert II. hat bisher manches Geheimnis für sich behalten.
Die Frau an der Seite des Fürsten Albert II. hat bisher manches Geheimnis für sich behalten. © Eric Gaillard/dpa

Trotz ihres Lebensmittelpunktes Monte-Carlo bleibt Charlène Südafrika tief verbunden. Im April 2021 reiste sie wegen eines Engagements gegen Nashorn-Wilderei in ihre alte Heimat und konnte wegen eines angeblichen HNO-Infekts lange Zeit nicht die Rückreise antreten. Bilder zeigten sie abgemagert und verändert. Die Odyssee endete in einer Schweizer Klinik. Sie leide unter „körperlicher und psychischer Erschöpfung“, hieß es. Scheidungsgerüchte wurden stets dementiert. Seit April 2022 nimmt die Fürstin schrittweise ihre Pflichten wieder selbst wahr.

Charlène von Monaco: Die Wurzeln und ihre Kindheit in Südafrika

Die preußischen Ururgroßeltern Charlènes, Martin Gottlieb und Louise Wittstock waren im Sommer 1861 mit Gottliebs Eltern und seinen acht Geschwistern aus Zerrenthin in der Uckermark nach Hamburg aufgebrochen, um von dort aus am 23. Juli 1861 an Bord der Bark San Francisco nach Südafrika (Tafelbucht) auszuwandern. Dort lebten die Wittstocks als Tagelöhner und suchten offenbar erfolglos nach Diamanten.

Charlenewuchs mit zwei jüngeren Brüdern im südafrikanischen Benoni östlich von Johannesburg auf. Sie ist die Tochter der Schwimmlehrerin Lynette Humberstone und des Betriebsinhabers Michael Kenneth Wittstock.

Charlène von Monaco: Kann auf eine glänzende Sportlerkarriere zurückblicken

Von Durban aus konnte die Profisportlerin zahlreiche Medaillen für sich gewinnen. 1999 erschwamm Charlène Wittstock bei den All Africa Games den wichtigsten Erfolg ihrer Karriere: Sie holte für die Seagulls die Goldmedaille über 100 Meter Rücken und 100 Meter Freistil. Ein Jahr später wechselte Charlene zum Tuks Swimming Club. 2000 trat sie für die südafrikanische Nationalmannschaft an: Bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney landete sie in der 4 x 100 Meter-Staffel mit ihren Teamkollegen auf dem fünften Platz. Ihr Ehrgeiz war geweckt. Im selben Jahr nahm Charlène am Schwimm-Event Mare Nostrum in Monaco teil. Dort traf sie auf ihren späteren Ehemann, den damaligen Erbprinzen Albert von Monaco.

Charlène von Monaco steht mit Badekappe in einem Schwimmbecken und schaut über ihre Schulter (Symbolbild).
Charlène von Monaco feierte 2000 in Sydney ihr Olympia-Debüt (Symbolbild). © Gallo Images/Imago

Beim FINA-Schwimm-Weltcup 2001/2002 gewann die Südafrikanerin auf den Strecken 50 und 100 Meter Freistil, mit der 4 x 100 Meter-Lagenstaffel konnte sie sich den Titel sichern. Mit denselben Teamkollegen gewann Charlène außerdem die Silbermedaille bei den Commonwealth Games 2002. 2005 zog Wittstock wieder in die Nähe von Durban, um sich vom Profi-Coach Brannislav Ivkovic trainieren zu lassen. 2007 wurde sie erneut südafrikanische Meisterin auf der Strecke 50 Meter Rücken.

Ein Jahr später plante die damals 30-Jährige eine erneute Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen, die 2008 im chinesischen Peking stattfanden. Aufgrund anhaltender Schulterprobleme musste sie ihre Teilnahme jedoch absagen. Sie beendete ihre Profi-Karriere offiziell im Jahr 2007 und modelte für die „Sports Illustrated“.

Charlène von Monaco: Zarte Bande, erste Auftritte und Hochzeit mit Albert II.

Obwohl wenig über die Anfänge bekannt wurde, ist 2000 das Jahr des Kennenlernens. Charlène trat als Alberts offizielle Begleitung sowohl bei den Olympischen Winterspielen 2006 als auch beim Formel-1-Rennen um den Großen Preis von Monaco in Erscheinung. Ehegerüchte waren des Paares ständige Begleiter, besonders als Wittstock ihren Wohnsitz 2007 nach Monaco verlegte. Der Palast dementierte.

Fürstin Charlène von Monaco und Fürst Albert II. von Monaco winken dem Volk zu
Bei Auftritten zeigt sich Charlène von Monaco nicht nur mit Ehemann Fürst Albert II., sondern auch gerne mit neuer Frisur. © Sebastien Nogier/dpa

Am 19. Juni 2010 stand die ehemalige Olympionikin bei der Hochzeit von Kronprinzessin Victoria von Schweden und Daniel Westling an Alberts Seite. Am 23. Juni 2010 folgte endlich die Verlobung von Charlène Wittstock mit dem monegassischen Landesvater. Doch bevor die Hochzeitsglocken läuteten, musste die Protestantin zum katholischen Glauben konvertieren. Am 1. Juli 2011 heiratete sie Fürst Albert II. standesamtlich, einen Tag später folgte schließlich die kirchliche Trauung. Obwohl Albert seiner Charlène opulente Hochzeitsgeschenke anfertigen wie das Ozean-Schmuckset anfertigen ließ, wurde die Echtheit der Ehe immer angezweifelt.

Am 30. Mai 2014 teilte der monegassische Palast mit, dass Charlène von Monaco schwanger sei und das Paar Ende des Jahres 2014 sein erstes gemeinsames Kind erwarte. Am 9. Oktober folgte die freudige Botschaft, dass es sich um Zwillinge handele. Am 10. Dezember 2014 brachte Charlène von Monaco Gabriella Thérèse Marie, Comtesse von Carladès sowie den Thronfolger Jacques Honoré Rainier, Erbprinz von Monaco, Marquis von Baux gesund zur Welt.

Charlène von Monaco: Warum die Gerüchteküche um sie nie kalt wird

Die kühle Schönheit tritt als Landesmutter von Monaco kein leichtes Erbe an. Ständige Vergleiche mit Grace Kelly, der viel zu früh bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Mutter Alberts, waren anfangs sicher eine Belastung. Die Familie Grimaldi hat aber nicht nur den Tod Gracia Patricias zu beklagen.

Fürstin Charlène von Monaco in einer Nahaufnahme schaut zur Seite (Symbolbild).
Ob ihr die ständigen Vergleiche mit Grace Kelly zugesetzt haben, hat sie nie geäußert (Symbolbild). © Valery Hache/dpa

Es ist zwar eine Legende, doch die Häufung von unglücklichen Ereignissen halten viele für keinen Zufall, denn angeblich wurde die Grimaldi-Familie im 13. Jahrhundert mit einem Liebesfluch belegt. Auch wenn nichts dran ist, tragische Tode, zerbrochene Ehen und Fürstin Charlènes Krankheitsodyssee bewegen die Fans der Fürstenfamilie bis heute.

Charlène von Monaco: Engagements und Interessen

Ihre Stiftung „Fondation Princesse Charlène de Monaco“ setzt sich für den Aufbau einer Welt ein, in der Kinder aus allen sozialen Schichten in einem sicheren Umfeld gedeihen, lernen und miteinander leben können. Die Stiftung kämpft gegen Ertrinken, fördert die Erziehung von Kindern durch die Werte des Sports. Laut WHO ist Ertrinken in vielen Ländern eine der Haupttodesursachen bei Kindern. 2,5 Millionen Todesfälle wurden in den letzten zehn Jahren registriert.

Charlène setzt sich außerdem für die Tierwelt, besonders in ihrer Heimat, ein. Für Spendenaufrufe für ihre Stiftung oder die Nashörner Südafrikas, die ihr sehr am Herzen liegen, posierte sie schon mit kohlschwarz umrandeten Augen in radikalen Posen.

Zu den privaten Interessen der zweifachen Mutter zählen Surfen, Bergsteigen, Moderne Kunst und südafrikanische Literatur. Charlène von Monaco ist außerdem Vegetarierin.

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