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Cheryl Cole ist als Jurorin aus der amerikanischen Casting-Show " The X-Factor" rausgeflogen

Cheryl Cole bei "The X-Factor" rausgeworfen

London - Cheryl Cole ist als Jurorin aus der amerikanischen Casting-Show "The X-Factor" rausgeflogen. Angeblich habe sie nicht genug mit den Co-Juroren harmoniert. Doch es gibt noch einen zweiten Grund.

Es sollte der große internationale Durchbruch werden, nun scheint es eher ein Karriereknick zu sein: Nach nur wenigen Wochen als Jurorin der Sendung “The X Factor“ im US-Fernsehen wurde die britische Sängerin Cheryl Cole entlassen. Grund ist der Prominenten-Webseite “TMZ“ zufolge ihr für US-Amerikaner kaum verständlicher nordenglischer Akzent. Zudem harmoniere sie wenig mit ihren Co-Juroren.

“Sie ist sehr geschockt und fassungslos und hat das nicht erwartet“, zitierte die britische Boulevard-Zeitung “The Sun“ einen nicht näher genannten Freund. Das Aus in den USA ist der erste große Rückschlag einer ansonsten steilen Karriere.

Cole war nach eigenen Angaben einst ein depressiver Teenager aus Newcastle upon Tyne - heute zählt sie zu Großbritanniens größten Stars. Ihre Cinderella-Geschichte fasziniert auf der Insel seit Jahren die Massen und liefert beständig Stoff für den Boulevard.

Ehrgeizig und mit Akzent wagte die 27-Jährige nun den Schritt über den großen Teich - sie wollte auch Amerika im Sturm erobern. Doch der Traum platzte, noch bevor die erste Sendung des Ablegers der britischen Erfolgssendung “The X Factor“ ausgestrahlt wurde.

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Auch Coles Karriere begann bei einer Talentshow. Bis dahin war ihr Leben eher trist. Sie wuchs in Sozialwohnungen im Nordosten Englands auf, in ihrer Welt waren die Barbie aus zweiter Hand und McDonald's Luxus. “Ich kann mich erinnern, dass wir uns von Bohnen, Eiern und Brot ernährt haben - wenn es nicht schon abgelaufen war“, sagte die Sängerin (“Fight for This Love“) einmal.

2002 kam die Wende für die damals 19-jährige Cheryl Tweedy - so ihr Mädchenname. Die von Panikattacken geplagte Frau bewarb sich bei der Talentshow “Popstars“ und schaffte den Sprung in die Gruppe Girls Aloud. Cole zog dann die größte Aufmerksamkeit auf sich. Heute ist ihr Vorbildcharakter auf der Insel enorm: Wenn “Chezza“ sich die Haare rot färbt, tun es ihr wenig später viele Britinnen gleich.

Wie in einem perfekten Drehbuch verliebte sich der “Liebling der Nation“ später in den Fußballstar Ashley Cole - 2006 heirateten sie. 2008 der nächste Popularitätsschub: Sie wird auf der Insel Juror bei “The X Factor“. Produzent Simon Cowell war sofort von ihr überzeugt: “Ich wusste, dass sie gut sein würde, weil sie wie normale Leute spricht. Die Menschen können sich mit ihr identifizieren“, sagte er.

Dabei hat Cole - 2009 und 2010 dem Männermagazin “FHM“ zufolge die “Sexiest Woman“ - schon einige Rückschläge hinter sich. Die Insel litt mit ihr, als sie sich 2010 vom untreuen Ashley scheiden ließ. Auch gesundheitlich musste sie Tiefschläge verkraften. Cole erkrankte im vergangenen Sommer an Malaria und entging nur knapp dem Tod.

Diese Hochs und Tiefs machen die Faszination ihrer Person aus. Cole hat aber auch mit Kritik zu leben - vor allem an ihrem musikalischen Talent. Die Gratwanderung zwischen Originalität und Anpassung hat sie in Großbritannien beliebt gemacht, den US-Geschmack traf sie damit aber offensichtlich nicht.

dpa

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