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Zhang Yimou droht eine Geldstrafe.

Chinesischer Starregisseur hat zu viele Kinder

Peking - Der chinesische Star-Regisseur Zhang Yimou hat einen Verstoß gegen die von den Behörden eisern verfochtene Ein-Kind-Politik seines Landes eingestanden.

Der 62-Jährige und seine Frau hätten zwei Söhne und eine Tochter, teilte am Montag sein Produktionsstudio Yimou im Internet-Kurznachrichtendienst Weibo mit. Der bei den Festivals in Berlin, Cannes und Venedig mehrfach ausgezeichnete Regisseur von Streifen wie "Rote Laterne" oder "Hero" hat zudem eine Tochter mit seiner früheren Frau.

Zhang "möchte sich zutiefst bei der Öffentlichkeit entschuldigen für die von ihm verursachten negativen Auswirkungen", hieß es in der Erklärung. Zugleich wurden Mutmaßungen zurückgewiesen, der Regisseur habe sogar sieben oder acht Kinder von drei oder vier Frauen. Gegen die Verursacher dieser Gerüchte wolle Zhang, der auch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking 2008 orchestrierte, juristisch vorgehen.

Regisseur Zhang Yimou ist unter anderem für die Inszenierung der Eröffnungs- und Schlussfeiern der Olympischen Spiele 2008 in Peking bekannt. Kritiker lasten ihm Nähe zum kommunistischen System an.

In China ist es Paaren bis auf wenige Ausnahmen strikt verboten, mehr als ein Kind zu haben. Zhang droht nun Presseberichten zufolge eine Geldstrafe von umgerechnet rund 74.000 Euro.

 Promi-Bonus bei Ein-Kind-Politik?

Die Enthüllungen im Frühjahr über Zhang Yimous Kinder haben bei vielen Chinesen den Eindruck noch verstärkt, dass sich Prominente und Reiche - anders als einfache Leute - nicht an die Geburtenkontrolle halten müssen. Ohnehin gibt es im Volk viel Widerstand gegen die Familienpolitik. So hatte das Zentralkomitee die Vorschriften erst im November gelockert. Wenn nur ein Ehepartner aus einer Ein-Kind-Politik stammt, dürfen Paare künftig zwei Kinder haben. Ausnahmen gibt es schon länger auch für Bauern und Minderheiten.

Die Ein-Kind-Politik ist wegen Missbrauchs und Ungerechtigkeiten schon lange heftig umstritten. Sie wurde Ende der 70er Jahre in China eingeführt, um eine Bevölkerungsexplosion angesichts begrenzter Ressourcen zu verhindern. Reiche Chinesen zahlen heute vielfach nur die Strafen oder finden andere Wege, um mehr Kinder zu haben.

afp/dpa

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