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US-Rapper Chris Brown

Richter widerruft Bewährung

Muss Chris Brown vier Jahre hinter Gitter?

Los Angeles - Chris Brown droht wegen möglichen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen eine Haftstrafe. Nach Fahrerflucht bei einem Unfall hat ein Richter die Bewährung einer früheren Strafe widerrufen.

Ein Richter in Los Angeles hat wegen eines Unfalls mit Fahrerflucht die Bewährung des Rappers Chris Brown aufgehoben, die seit seiner Tätlichkeit gegen seine Exfreundin Rihanna 2009 läuft. Staatsanwältin Mary Murray beantragte nicht die Inhaftierung Browns, der Musiker blieb damit auf freiem Fuß. Der Musiker muss Mitte August wieder vor Gericht erscheinen. Ihm drohen einem bericht des US-Promiportals "tmz.com" zufolge bis zu vier Jahre Haft.

Das sagte das Unfallopfer von Chris Brown vor Gericht

Die Staatsanwaltschaft hatte die Aufhebung der Bewährung beantragt, nachdem Brown im vergangenen Monat wegen eines Unfalls mit Fahrerflucht und Fahrens ohne Führerschein beschuldigt wurde. Am 12. Mai soll Brown auf ein Auto aufgefahren sein, dass vor einer roten Ampel hielt. Er weigerte sich laut Staatsanwaltschaft, der anderen Fahrerin seinen Führerschein und seine Versicherungsnummer zu zeigen. Laut Polizei legte eine Frau in Browns Auto ihren Führerschein vor. Ein Anwalt Browns habe erst Tage danach eine abgelaufene Versicherungskarte des Musikers vorgelegt.

Die Fahrerin des von Browns Auto gerammten Mercedes sagte der Polizei, sie sei erst kürzlich in die USA eingewandert und nicht damit vertraut gewesen, wie man sich bei einem Verkehrsunfall verhalten solle. Sie habe ihren Mann angerufen, der ihr gesagt habe, sie solle mit dem Unfallgegner Führerscheindaten und Versicherungsnummer austauschen.

Als das Unfallopfer ein Foto machte, rastete Brown aus

Die nur als Olga S. identifizierte Frau sagte laut Gerichtsdokumenten, Brown sei zu Beginn höflich gewesen. Als sie aber auf Führerschein und Versicherung bestand, sei es zum Streit gekommen. Seine Begleiterin, Karrueche Tientrese Tran, habe ihren Führerschein angeboten und erklärt, das Auto gehöre ihr. Als Brown sich geweigert habe, sich zu identifizieren, habe sie ein Foto von den beiden gemacht und dann sei das Paar „in die Luft gegangen“. Brown habe begonnen zu fluchen und ihre Kamera genommen. „Ich sprang zurück, das Mädchen schrie: 'Fass sie nicht an, fass sie nicht an“, erklärte sie in ihrer schriftlichen Aussage.

„Ich war so schockiert, dass ich sprachlos war“, erklärte sie weiter. „Einen Augenblick vorher war noch ein netter Kerl gewesen. Nachdem er noch einige Beleidigungen herausgeschrien hatte, schlug er die Tür zu und fuhr schnell und laut davon.“ Sie habe Brown nicht erkannt. Dass es sich um einen prominenten Rapper handele, habe sie erst von einem Freund erfahren, der einen Bericht über den Unfall im Internet gesehen hatte.

Er habe keine Fahrerflucht begangen, verteidigte sich Brown am Montag auf Twitter. Er habe der Fahrerin die korrekten Informationen gegeben. „Es gab keine Verletzungen oder Schäden“, sagte Brown in dem Tweet.

AP/dpa

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