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Christine Kaufmann ist am 28. März an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung gestorben. Nun tritt die Schauspielerin ihre letzte Reise an.

Letzte Reise

Christine Kaufmann (†72): Ihre Urne ist jetzt in Frankreich

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Christine Kaufmann hat ihre letzte Reise angetreten. Die Urne der Münchner Schauspielerin soll in der Nähe von Paris (Frankreich) beigesetzt werden. 

München - Es war der 28. März, als Schauspielerin Christine Kaufmann (72) an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung gestorben ist. Ihre Asche ist zwar immer noch nicht beigesetzt, aber bereits in Frankreich eingetroffen, wo sie im Grab ihrer Mutter, der Maskenbildnerin Geneviève Gavaert (†82), ihrer Oma und Urgroßmutter Ende kommender, Anfang übernächster Woche beigesetzt werden soll, wie ihr Bruder, der Kunstfotograf und Filmemacher Hans-Günther Kaufmann (73) erzählt. „Den genauen Ort wollen wir vorerst noch nicht bekanntgeben, um sie in Ruhe verabschieden zu können, aber danach kann jeder, der möchte, an ihr Grab kommen.“

Darum wird Christine Kaufmann in Frankreich beigesetzt

Dass es nun so lange gedauert hat, bis die Urne beigesetzt werden kann, liegt nach Angaben des Bruders an immer wieder fehlenden Dokumenten – erst in Frankreich, dann in Deutschland. „Es war kompliziert, aber inzwischen ist die Urne am Ort eingetroffen.“ Dass das Rosen-Resli ihre letzte Ruhe nun in der Nähe von Paris und nicht in ihrem geliebten München findet –, Hans-Günther Kaufmann kann es erklären: „Sie war ja in sich kein harmonischer Mensch, sie war kompliziert und ihr Leben war kompliziert. Alles war kompliziert – auch ihre Beziehungen. Und trotzdem war die Mutter-Bindung die stärkste. Sie hat es immer wieder an ihr Grab nach Frankreich gezogen – wir waren oft gemeinsam dort.“

Sehr, sehr stark war auch immer die Beziehung von Christine Kaufmann zu ihrem großen Bruder – von Kindheit an. Sie waren sich immer nah – egal, wie wild das Leben gerade spielte. Und am Ende spürte Hans-Günther auch ihre unendliche Müdigkeit. „Zwei Tage, bevor sie zusammenbrach, haben wir miteinander Kaffee getrunken – sie sah gut aus wie immer, aber sie war sehr erschöpft. Und sie hatte diese Sehnsucht, bei sich anzukommen, bei sich zu wohnen und ungestört zu sein. Sie wollte im buchstäblichen Sinn unbedingt zur Ruhe kommen.“

Niemand wusste von ihrem Blutkrebs

In den beengten Verhältnissen in der kleinen Schwabinger Wohnung, wo Monate zuvor Tochter Allegra Curtis (50) mit Sohn Raphael (14) eingezogen war, waren Ruhe und innere Einkehr nur schwer zu finden. Und auf einmal brach Christine Kaufmann für alle vollkommen überraschend in der Wohnung zusammen. Niemand wusste von ihrem Blutkrebs. „Es war ein dramatischer und traumatischer Abgang“, sagt Hans-Günther Kaufmann heute. Und nach wie vor ist der Tod der Schwester für ihn sehr bedrückend. „Auch, wenn es kein endgültiger Abschied ist, es bleibt doch ein Verlust“, beschreibt der gläubige Christ seine Gefühle. Und es habe für ihn auch keinen Anlass gegeben, zur großen Vorstellung von Christine Kaufmanns erst kürzlich fertiggestellten Buch Liebesgeschichten vor zwei Wochen zu kommen: „Ich war der Bruder, kein Geliebter. Für mich gab es keinen Grund zu feiern, solange ihre Urne noch nicht beigesetzt ist.“

Ein großes Erbe zu verteilen, gibt es auch nicht

Ein großes Erbe zu verteilen, gibt es auch nicht. Christine Kaufmann arbeitete bis zuletzt fleißig, verkaufte Kosmetik und Bücher, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und dabei noch ihre Töchter und die Ausbildung ihrer Enkel unterstützen zu können. Ihr Haus auf Mallorca und ein Haus in Frankreich wurden schon vor Jahren verkauft.

Ulrike Schmidt

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