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2013 trafen sich Ruth Maria Kubitschek und Christine Kaufmann bei einer Preisverleihung in Wien wieder.

Darsteller aus der Kultserie

Christine Kaufmann gestorben: So trauert das „Spatzl“ aus „Monaco Franze“

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München - „Monaco Franze“ gehört zu den großen Erfolgen von Christine Kaufmann. So trauert das „Spatzl“ Ruth Maria Kubitschek um ihre Kollegin.

Als die tz Ruth Maria Kubitschek (85) am Dienstagmorgen am Telefon in ihrer schweizer Heimat erreicht, hat es die Schauspielerin (u.a. .Das Erbe der Guldenburgs, Freunde fürs Leben) bereits in den Nachrichten gehört: Kollegin Christine ­Kaufmann (†72) ist tot. „Furchtbar! In meinem Alter wundert man sich, dass man noch selber lebt, weil alles rundherum wegstirbt.“

Kubitschek und Kaufmann: Sie lernten sich kennen, als Regisseur ­Helmut Dietl beide für seine Kultserie Monaco Franze besetzte: Kubitschek als nachsichtige Ehefrau Annette von Soettingen mit dem Spitznamen Spatzl, Kaufmann als spießig-theatralische Sekretärin Olga, die von Dietl auch noch eine Zahnspange verpasst bekam. „Wir hatten schöne Dreharbeiten für die Serie“, erinnert sich Kubitschek gern. Auch weil sie ein gutes Team waren, uneitel und unaufgeregt, so die heute 85-Jährige.

Kubitschek: Christine Kaufmann war „immer ein wenig verträumt“

Natürlich – die Dreharbeiten liegen 30 Jahre zurück und seitdem habe man kaum Berührungspunkte gehabt, weder privater noch schauspielerischer Natur. Damals, Anfang der 80er-Jahre sei Christine Kaufmann „halt immer ein wenig verträumt“ gewesen, erzählt Kubitschek. „Ein bißchen weit von den Tatsachen des Lebens entfernt“, wie sie es vorsichtig formuliert.

Umso schön sei es doch gewesen, dass sie ihr Leben immer so gemeistert hat, findet Kubitschek. Dass sie, als die Rollenangebote weniger wurden, mit Büchern, Kosmetik und Schönheitsstipps ihr Geld verdient hat. Und damit nicht nur sich, sondern auch ihre Töchter unterstützt hat. „Sie war ein liebenswertes Geschöpf und – soweit ich es verfolgt habe die letzten Jahre – immer tüchtig.“ Vorallem, so Kubitschek, sei ihr „das ganze Elend“ mit einem langen Leiden im Krankenhaus erspart geblieben. Ein schneller Tod, wie sie ihn sich auch einmal wünschen würde. „Ich finde, so ein Tod ist wie eine Belohnung vom Leben.“

Christine Kaufmann gestorben: Das sagen Angehörige und Freunde

Sie liebte ihre Familie so sehr: Christine ­Kaufmann tat alles dafür, um ihre beiden Töchter ­Alexandra (52) und ­Allegra (50) sowie ihre Enkel- und ihren Ur-Enkel zu unterstützen.

Um so tiefer sitzt der Schmerz bei den Angehörigen, ihre geliebte Mutter, Großmutter, Ur-Großmutter und Schwester für immer verloren zu haben. „Wir haben so sehr gehofft, dass sie noch länger bei uns bleiben möchte“, sagt Managerin Elena Toris auf tz-Nachfrage.

„Tief erschüttert und voller Trauer müssen wir jetzt aber Abschied nehmen von unserer geliebten Christine Kaufmann, unserer Freundin und beruflichen Partnerin.“

In der Nacht auf Dienstag verstarb die Schauspielerin im Kreise ihrer Familie – in einer Münchner Klinik. Ein Schock für alle. „Die Angehörigen beraten jetzt gemeinsam, wie es weitergeht, wann die Beerdigung ist“, so Toris weiter. Kaufmanns Tod kam überraschend. „Niemand hat gedacht, dass es so schnell geht“, sagt Diether Baron von Engel-Erlenbach, einer enger Freund der Familie. „Sie hinterlässt eine große Lücke in unserem Herzen“, ergänzt Toris.

Für Familie, Freunde und Fans kam Christine Kaufmanns Tod überraschend. Zuletzt wachten ihr Bruder Hans-Günther sowie ihre Töchter Alexandra und Allegra an ihrem Krankenbett. Seit sie in ihrer Schwabinger Wohnung zusammengebrochen war, war Christine Kaufmann nicht mehr ansprechbar.

Christine Kaufmann (†72): Rückblick auf ihr Leben

MZ/US/WIN

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