Nach abgesagter Nordkorea-Satire

Clooney: Wir müssen aufstehen gegen den Terror

Los Angeles - George Clooney (53) geht nach der abgesagten Premiere der Nordkorea-Satire „The Interview“ hart mit der Presse ins Gericht. Teile der Presse seien ihrer Pflicht nicht nachgekommen.

Nachdem die Hackerattacke gegen Sony Pictures bekannt geworden sei, hätten sie die Brisanz der Geschichte nicht erkannt, sagte Clooney am Donnerstag (Ortszeit) dem Branchenportal „Deadline.com“.

Bei der beispiellosen Cyberattacke waren im November die Computersysteme von Sony Pictures angegriffen und etliche Daten gestohlen worden. US-Behörden vermuten eine Beteiligung Nordkoreas. Pjöngjang bestreitet die Vorwürfe. Nach Terrordrohungen gegen Kinos sagte das Filmstudio den Start der Komödie ab.

„Das betrifft nicht nur Filme, das betrifft alle Angelegenheiten“, sagte Clooney. „Wir sind in der Verantwortung, dagegen aufzustehen.“ Das Geschehene sei für alle neu - „jetzt sind wir hoffentlich darauf vorbereitet.“

Er selbst habe bereits vor Wochen versucht, Sony Pictures mit einer Petition zu unterstützen, erzählte Clooney. Er und sein Agent hätten ein Schreiben an zahlreiche Manager aus dem Filmbusiness geschickt - doch niemand habe unterschrieben. Darin habe gestanden, man werde sich den Forderungen der Hacker nicht unterwerfen und zusammenhalten.

dpa

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