Die Corona-Pandemie trifft auch das britische Königshaus. Viele Angestellte könnten ihren Job verlieren.
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Die Corona-Pandemie trifft auch das britische Königshaus. Viele Angestellte könnten ihren Job verlieren.

Finanzielle Schieflage

Corona-Krise im britischen Königshaus: Angestellte der Royals fürchten um ihre Jobs

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Die Angestellten des britischen Königshauses fürchten um ihre Jobs. Aufgrund der Corona-Pandemie könnten viele Mitarbeiter arbeitslos werden.

  • Das britische Königshaus ist ebenfalls von der Corona-Pandemie betroffen.
  • Der Royal Collection Trust kündigte jetzt an, mehrere Angestellte entlassen zu müssen.
  • Mitarbeiter gingen deshalb vergangen Woche auf die Straße, um zu protestieren.

London - Das britische Königshaus besteht nicht nur aus der Queen, ihren Kindern und Enkelkindern, sondern auch aus zahlreichen Angestellten, die für die Royals arbeiten. Doch selbst der Adel ist nicht vor den Folgen der Corona*-Pandemie gefeit. Wie jetzt bekannt wurde, droht vielen Mitarbeitern der Weg in die Arbeitslosigkeit. Erster Protest regt sich aber schon.

Corona-Pandemie im britischen Königshaus: Mehrere hundert Angestellte betroffen

Das Hauptproblem des Royal Collection Trusts, der sich um die Kunstwerke, aber auch um den Unterhalt der Schlösser und die Versorgung der Königsfamilie kümmert, ist der Einbruch der Einnahmen durch die Corona*-Pandemie. „Aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Finanzen des Royal Collection Trust müssen wir die Personalkosten reduzieren“, bestätigte eine Sprecherin. Unter anderem fehlte es an Besuchern der königlichen Anwesen und Ausstellungen aufgrund der Corona-Beschränkungen. Viele Schlösser haben aber mittlerweile ihre Tore wieder geöffnet.

Trotz der Lockerung einiger Corona*-Maßnahmen bleibt die finanzielle Lage der Stiftung weiter angespannt. Man habe ein freiwilliges Abfindungsprogramm eingerichtet, das rund 100 Beschäftigte in Anspruch genommen hätten, so die Sprecherin. Außerdem gebe es bei den Löhnen eine Nullrunde und man führe Gespräche über eine Reduzierung der Rentenansprüche. Darüber hinaus berichtet die Daily Mail davon, dass 600 Hausangestellte der königlichen Familie - also die Hälfte des gesamten Personals - aufgrund der Sparmaßnahmen ihren Job verlieren könnten. Die Angestellten arbeiten in den Anwesen des Königshauses, unter anderem im Buckingham-Palast.

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Corona-Pandemie im britischen Königshaus: Angestellte protestieren vor Windsor Castle

Vor Schloss Windsor versammelten sich am Dienstag (8. September) einige Beschäftigte in ihren Uniformen zu einem stillen Protest. Sie hielten ein Plakat mit der Aufschrift „König Heinrich schnitt Köpfe ab. Nun wollen sie unsere Jobs abschaffen und unsere Renten beschneiden. Loyalität ist keine Einbahnstraße!“, wie auf einem Twitter-Foto der Gewerkschaft PCS Union zu sehen ist. In dieser sind viele der Bediensteten des Königshauses organisiert. Bereits im Mai hatte die Stiftung angekündigt, krisenbedingt mehrere hundert Kurzzeitjobs zu streichen. (dpa/tel) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Das britische Königshaus wurde vor kurzem auch durch eine Schock-Nachricht getroffen. Im Kensington Palast wurde eine Wasserleiche entdeckt. Ärger gab es auch um Herzogin Camilla, die Frau von Prinz Charles. Sie trug auf einer Veranstaltung eine außergewöhnliche Maske* zum Schutz vor Corona.

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