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Tom Cruise sieht sich im gleichen Maße verfolgt wie die Juden im Dritten Reich.

Millionen-Klage gegen deutschen Verlag

Tom Cruise schockt mit Nazi-Anschuldigungen

Los Angeles - In seiner 50-Millionen-Klage hat Tom Cruise schwere Nazi-Anschuldigungen gegen den deutschen Bauer-Verlag vorgebracht. Auch ein US-Blatt konfrontierte er mit Faschismus-Vorwürfen. 

In dem Gerichtsstreit gegen den Bauer-Verlag wegen Verleumdung haben die Anwälte von Hollywoodstar Tom Cruise schwere Geschütze aufgefahren. Sie stellen das hochrangige Scientology-Mitglied Cruise auf eine Stufe mit den verfolgten Juden im Dritten Reich. Ihre These sollen historische Dokumente untermauern.

"Diese andauernde Diffamierung von Mr. Cruise und seiner Kirche ist nicht mehr so erstaunlich, nachdem wir die schändliche Vergangenheit des Bauer-Verlages aufgedeckt haben", hatte der Anwalt des 51-Jährigen zu Prozessbeginn im Dezember 2012 laut "Radar Online" geschrieben. "Sie ist geprägt von religiösem Hass und Fanatismus, der bis in die 30er- und 40er-Jahre zurückgeht. Zu der Zeit veröffentlichte der Verlag glanzvolle Porträts des Führers sowie bösartige Juden-Karikaturen."

So reich sind Hollywoods Männer

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Auch nach Kriegsende habe der Bauer-Verlag "Neonazi-Magazine und Nazi-Pornografie" herausgebracht und antisemitische Schimpftiraden betrieben, behaupten die Anwälte des "Mission Impossible"-Stars. Heutzutage würden nicht mehr die Juden, sondern stattdessen die Mitglieder der "Church of Scientology" verfolgt.

Der Verlag wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete sie als bizarr.

US-Blatt knickt nach Nazi-Vergleich ein

Mit fast der selben Taktik hat Cruise seine Anwälte auch auf das Branchenblatt “The Hollywood Reporter” angesetzt. “RadarOnline” wurde eine Email zugespielt, die Cruise-Anwalt Bert Fields an die Journalistin Kim Masters geschickt hatte. Diese bezieht sich auf eine kritischen Artikel, den "Vanity Fair"-Reporterin Maureen Ort über die Sekte und Cruise veröffentlicht hatte. Der Anwalt schreibt darin: “Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie über das Geschmiere von Vanity Fair und die Auswirkungen auf Tom Cruises Karriere berichten wollen. Sie wissen, dass es sich dabei um alte Klatschpresse-Lügen handelt, die durch verbitterte Ex-Scientologen verbreitet werden.”

Dann spielte Fields die Nazi-Karte: “Ihre Anspielung, dass Tom seine Kirche aufgeben muss, um seine Karriere zu retten, klingt nach Deutschland in den 30er-Jahren. Dort wurden viele professionelle Karrieren beendet, weil Leute die falsche Religion hatten. Sie sind eine zu gute Reporterin, um einem guten Menschen wie Tom weh zu tun.”

Masters veroeffentlichte ihren Artikel – der zum Großteil positiv für Cruise war.

hn/Dirk Sindermann

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