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Erkennen Sie ihn wieder? Erwachsen ist er geworden. Die Rede ist von Daniel Küblböck . Bekannt wurde er durch die Castingshow DSDS. Heute gehört seine Leidenschaft dem Jazz. Demnächst geht er auf große Tournee.

DSDS-Kultfigur im Interview

Daniel Küblböck verteidigt Castingshows

München - Martin Kesici und Markus Grimm rechnen in ihrem Buch „Sex, Drugs & Castingshows“ mit dem Casting-Wahn ab. Exklusiv für tz-Online erzählt DSDS-Dritter Daniel Küblböck von seinen Erfahrungen im Geschäft.

Er gehörte zu den schillerndsten Figuren von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Obwohl am Ende Alexander Klaws die erste Staffel (2002/2003) der beliebtesten deutschen Castingshow gewann, schaffte es Daniel Küblböck bis heute seine Karriere fortzuführen. Wenn auch mit kleinen Umwegen. Sein Auftritt im RTL-Dschungelcamp gehört zu seinen Jugendsünden. Er ist seinen Weg gegangen. Heute gehört seine ganze Leidenschaft dem Jazz. Küblböck tritt vor ausverkauften Hallen auf. Exklusiv für tz-Online spricht Küblböck über DSDS als Grundstein seiner Kariiere - und er verrät. Und Daniel verrät seine Meinung zum aktuellen Casting-Abrechnungsbuch von Martin Kesici (gewann 2003 „Star Search“) und Markus Grimm (schaffte es 2004 in die Casting-Band „Nu Pagadi“).

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

Daniel, wenn du zurückdenkst, was glaubst Du, wo Du ohne DSDS wärst?

Küblböck: Für mich war DSDS ein Sprungbrett. Ohne die Show würde ich heute noch rund um Eggenfelden in Kneipen spielen. Die Castingshows sind eine schnelle Plattform. Es ist nur wichtig die Chancen auszunutzen, auch im Nachhinein.

Du bist ja auf der Schiene „Verrückter Teenager“ berühmt geworden, wie siehst Du das heute?

Küblböck: Ich habe eine Entwicklung mitgemacht, viele die mich heute sehen, erkennen mich nicht wieder. Als 17-jähriger darf man verrückte Sachen machen. Heute habe ich eine eigene Firma, mache Jazz Musik und gehe im nächsten Jahr auf Tour. Meine Fans dürfen gespannt sein, es wird eine große Überraschung.

Warum glaubst Du, hast Du es geschafft und Martin Kesici zum Beispiel nicht?

Küblböck: Ich glaube das liegt daran, weil ich mir selber treu geblieben bin. Ich war immer authentisch. Das haben meine Fans bemerkt. Ich habe mich ganz normal weiter entwickelt und so sind mir die Fans treu geblieben.

Was hältst Du von Martin Kesicis Buch?

Küblböck: Im Nachhinein sich über etwas zu beschweren finde ich nicht in Ordnung. Ich habe Ausschnitte aus dem Buch gelesen und was ich da erfahren habe, finde ich persönlich eine Frechheit. Ich kann nicht erst alles in Anspruch nehmen und dann Sat1 das Messer in den Rücken rammen. Für mich ist Martin Kesici ein verbitterter Teilnehmer, der am Ende nicht den Ruhm bekommen hat, den er sich erhoffte.

Schließlich zählt der Erfolg. Martin Kesici hätte ohne seinen Gewinn bei „Star Search“ niemals einen Nr. 1 Hit gehabt. Letztendlich hat er sich auf seinen anfänglichen Erfolg ausgeruht und wohl geglaubt, dass Sat1 ihn den Rest seines Lebens durchfüttert und unterstüzt.

Wo glaubst Du lag der Fehler von Marc Kesici. Warum konnte er an seinen Erfolg nicht festhalten?

Küblböck: Zum einen hat er sich auf seinen Lorbeeren ausgeruht und sich einfach nicht weiterentwickelt. Die Bilder von früher gleichen denen von heute. Bei ihm sind zu wenig Facetten seiner Persönlichkeit zu erkennen.  Dazu beschwert er sich, dass er ernst genommen werden wollte. Wenn ich ernst genommen werden will, dann arbeite ich in einer Bank und bewerbe mich nicht bei einer Castingshow. Jedem, der dort anfängt ist klar, dass hier keine ernstzunehmenden Künster entstehen. Man bekommt ein Sprungbrett und muss seinen eigenen Weg gehen.

In Amerika haben die Castingshows einen anderen Stellenwert. Hier werden Weltstars gecastet. Aber wir sind hier nicht in Amerika. Die Shows werden zu sehr diskutiert und auch ins Lächerliche gezogen.

In dem Buch sind auch Orginalverträge aus den Formaten abgedruckt, was sagst Du dazu?

Küblböck: Ganz ehrlich? Würdest du deinen Arbeitsvertrag irgendwo veröffentlichen? Wer ihn nicht gescheit durchliest, oder einen Anwalt zu Rate zieht, kann sich nicht hinterher beschweren, dass es sich hier um einen Knebelvertrag handelt. Mir hat damals mein Vater geholfen, ich war ja erst 17 Jahre alt. Anwälte waren immer vor Ort, nicht nur die vom Sender. Was kann Sat.1 dafür, wenn Martin Kesici sich keine Hilfe holt und die Verhandlungen dadurch für ihn zum Nachteil ausfallen?

Bilder von Daniel Küblböcks Karriere

Daniel Küblböck: Bilder seiner Karriere

Tanja Lugert

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