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US-Sängerin Demi Lovato (kleines Bild) hat die Kunst-Aktion von Lady Gaga scharf kritisiert.

"Verherrlicht Essstörungen"

Lady Gaga wegen Ekel-Kunst attackiert

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Austin - Wenn jemand sich bei meiner Show auf mich erbricht, ist das Kunst, findet US-Megastar Lady Gaga. Kollegin Demi Lovato ist die Ekel-Performance aber auf den Magen geschlagen.

So manchem dürfte schlecht geworden sein, als er das Video vom Auftritt von Lady Gaga beim Musikfestival SXSW im texanischen Austin sah. Wie berichtet hatte der exzentrisch Megastar einer Künstlerin als Leinwand gedient. Doch Millie Brown hatte nicht einfach Farbe auf den Körper der 27-Jährigen gepinselt, sondern erst eine giftgrüne Pampe getrunken, sich dann zwei Finger in den Hals gesteckt und das Zeug dann auf die "Pokerface"-Sängerin übergeben.

Übergeben hat sich jahrelang auch Demi Lovato. Die 21-jährige US-Sängerin, die beim Disney Channel zum Kinderstar wurde, litt unter Bulimie. 2010 begab sie sich nicht zuletzt deswegen in Behandlung. Sich zu übergeben ist für sie keine Kunst: "Traurig. Als ob nicht schon genug Menschen Ess-Störungen verherrlichen würden", schrieb Lovato am Freitag auf ihrem Twitter-Profil. Der Name Lady Gaga fiel zwar nicht, doch auch so war jedem ihrer mehr als 21 Millionen Fans klar, auf wen sie anspielte.

"Würdest Du erlauben, dass Dir jemand Drogen spritzt? Sucht bleibt Sucht", fuhr Lovato fort. Die 21-Jährige weiß, wovon sie spricht, denn sie hatte in der Vergangenheit ebenfalls mit massiven Drogen-Problemen zu kämpfen. Sowohl Ess-Störungen als auch Drogenabhängigkeit seien auf psychische Störungen zurückzuführen, so Lovato. Den Hinweis, Lady Gaga habe früher selbst gegen eine Ess-Störung gekämpft, ließ sie nicht gelten. Pop-Künstler hätten einen großen Einfluss, so Lovato. "Nur weil das jemand Kunst nennt, heißt das nicht, dass Du tun kannst, was Du willst." Vor allem junge Menschen würden ihre Idole oft nachahmen, weil sie sie cool fänden, den künstlerischen Sinn hinter deren Handeln jedoch nicht verstünden. "Bulimie ist nicht cool", schloss sie - nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sie nach wie vor Fan von Lady Gaga sei.

Lady Gaga erklärt die K***-Kunst

Die so Gescholtene hatte nach ihrem umstrittenen SXSW-Auftritt laut der "Daily Mail" in einem Interview erklärt, sie kenne Millie Brown seit Jahren, die beiden haben bereits ein Musikvideo miteinander gedreht. "Millie war zufällig gerade in der Stadt und wir dachten, wir machen wieder was zusammen." Es sei aufregend gewesen zu sehen, wie die Menschen im Internet über die Ekel-Performance diskutiert hätten. 

Sie habe Angst gehabt, ihre Sprecherin würde kündigen, als sie sah, was da gerade auf der Bühne passierte, erzählte Lady Gaga lachend, erklärte dann aber ernst: "Sich zu erbrechen wird sicher nicht die Welt verändern. Es ging um die Wahrheit des Augenblicks, den gegenseitigen Respekt als Künstlerinnen und den Wunsch, gemeinsam etwas zu erschaffen." Allein deswegen sei es die Sache wert gewesen.

hn

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