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Statt 75 Prozent nur 6 Prozent Steuern: Dafür gab Gérard Depardieu seine französische Staatsbürgerschaft her.

Jede Familie zahlt mehr

Depardieu: Aufregung um lächerlichen Steuersatz

Moskau - Nach dem Staatsbürgerschaftswechsel von Gérard Depardieu, gibt es erneut Aufregung um den Steuerflüchtling: Er zahlt nun weniger als jede durchschnittliche russische Familie.

Frankreichs prominenter Steuerflüchtling Gérard Depardieu muss in seiner russischen Scheinheimat offenbar nur einen Steuersatz von sechs Prozent zahlen. Die russische Zeitung "Iswestija" berichtete am Freitag unter Berufung auf die russischen Steuerbehörden, der Schauspieler habe seine Einkommenssteuererklärung für 2013 rechtzeitig eingereicht und werde als Privatunternehmer behandelt. Diese müssten bei einem Jahreseinkommen bis zu 60 Millionen Rubel (1,3 Millionen Euro) nur sechs Prozent Steuern zahlen, für die meisten normalen Haushalte seien es 13 Prozent, sagte ein Steuerberater der Zeitung.

Um dem drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent in seiner Heimat zu entkommen, war Depardieu Ende 2012 zunächst aus Frankreich nach Belgien umgezogen. Im vergangenen Jahr nahm er außerdem die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Staatschef Wladimir Putin persönlich angeboten hatte.

Gemeldet ist der bärbeißige Obelix-Darsteller in Saransk, der Hauptstadt der östlichen Region Mordowien. Doch weder habe er dort seine Pläne umgesetzt, ein Restaurant und ein Kulturzentrum zu eröffnen; noch sei er seit dem vergangenen Mai überhaupt je dorthin zurückgekehrt, sagte der Informationsminister von Mordowien, Waleri Marassiew, zu "Iswestija".

AFP

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