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Schauspieler Gérard Depardieu bei der Arbeit auf dem Feld. 

Zu Besuch bei Lukaschenko

Video: Depardieu als Sensenmann beim Diktator

Minsk - Gérard Depardieu, französischer Schauspieler und Wahl-Russe, versteht sich bestens mit Alexander Lukaschenko. Bei einem Besuch in Weißrussland lernte er vom Diktator, wie man mit einer Sense mäht.

Die beiden Vertreter der Generation 60plus hätten Depardieus Besuch auf Lukaschenkos Anwesen außerhalb der Hauptstadt dazu genutzt, sich über Landwirtschaft und den Anbau organischer Nahrungsmittel auszutauschen, teilte das Präsidentenamt in Minsk am Donnerstag mit.

„Man muss eine halbe Drehung machen“, erklärte Lukaschenko dem Filmstar („Asterix und Obelix gegen Caesar“) die typische Sense-Bewegung, wie ein Video der Staatsagentur Belta zeigte. Dann griff Depardieu selbst zum Werkzeug und mähte gemeinsam mit dem Präsidenten in rhythmischer Drehbewegung eine Wiese auf einem Landsitz des Staatschefs bei Minsk.

"Ihr habt schöne Frauen, gute Milch und gutes Fleisch. Das ist es, was ein kleiner Bulle wie ich braucht", sagte der 66-jährige französische Bonvivant laut weißrussischen Medien. Unter dem zufriedenen Blick des autoritären Machthabers Lukaschenko fügte er hinzu: "Ich sehe, dass die Menschen hier glücklich sind. Es muss sehr angenehm sein, in diesem Land zu leben."

Am Ende des Videos stiegen Depardieu und Lukaschenko auf einen modernen Rasenmähertraktor und schnitten das Gras maschinell weiter.

Lukaschenko, der im August 61 Jahre alt wird, regiert Weißrussland mit harter Hand seit 1994. Es wird erwartet, dass er bei der Präsidentschaftswahl im Oktober erneut antritt. Wegen fortdauernder Menschenrechtsverletzungen hatten die EU und die USA die Sanktionen gegen Minsk in den vergangenen Jahren mehrfach ausgeweitet. Weißrussland ist das einzige Land in Europa, in dem die Todesstrafe noch angewendet wird.

Um einem drohenden Spitzensteuersatz von 75 Prozent in Frankreich zu entkommen, war Depardieu Ende 2012 zunächst nach Belgien umgezogen. 2013 nahm er die russische Staatsbürgerschaft an, die ihm Russlands Staatschef Wladimir Putin persönlich angeboten hatte.

dpa/Afp

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