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Sarah Kern im Amtsgericht in Freiburg.

Im Amtsgericht Freiburg

Designerin Sarah Kern sagt im Betrugsprozess aus

Freiburg - Designerin Sarah Kern sagt in Freiburg vor Gericht aus: Sie wurde um 50.000 Euro betrogen. Zu dem Prozess gegen den mutmaßlichen Betrüger will sie zunächst nicht kommen. Erst im zweiten Anlauf ringt sie sich durch.

Designerin Sarah Kern (48) hat in einem Betrugsprozess vor dem Amtsgericht Freiburg als Geschädigte ausgesagt. „Ich bin hier, um zur Wahrheitsfindung beizutragen“, sagte sie vor Beginn der Befragung vor Journalisten. Kern sollte bereits Anfang November als Zeugin aussagen, war damals aber unentschuldigt ferngeblieben. Damit verstieß sie gegen die Pflicht, vor Gericht zu erscheinen. Ihr drohte, von der Polizei abgeholt zu werden. Nun kam sie freiwillig.

Vor Gericht in dem Prozess steht ein 49 Jahre alter Mann, der die Designerin um 50.000 Euro betrogen haben soll. Die in München lebende Kern hatte, wie sie vor Gericht sagte, über Facebook eine Belohnung für Informationen angeboten. Sie hatte nach eigenen Angaben befürchtet, dass sie nach Ehestreitigkeiten ermordet werden sollte.

Daraufhin sei ihr anonym ein Video als Beweis angeboten worden. Sie habe das Geld hierfür im Oktober vergangenen Jahres im Freiburger Hauptbahnhof im Beisein ihres persönlichen Bodyguards dem Angeklagten übergeben, dafür aber nicht die versprochene Gegenleistung erhalten. Polizisten hatten die Geldübergabe beobachtet und den Mann festgenommen.

Der Prozess gegen den mehrfach vorbestraften Mann wird am 2. Dezember fortgesetzt. „Ich rechne nicht damit, das Geld wiederzubekommen“, sagte Kern. Dennoch sehe sie sich nicht als Opfer. Es sei ihr gelungen, den eskalierenden Ehestreit zu beenden. Dass sie dabei einem Betrüger auf den Leim gehen könnte, habe sie in Kauf genommen: „Das Kapitel ist für mich beendet. Und ich bin froh darüber.“

dpa

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