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Der welfische Kurfürst Georg Ludwig von Hannover bestieg 1714 als Georg I. den Thron in London. Georg I. stand erst an 52. Stelle der Thronfolge. Er kam nur deshalb zur Königswürde, weil er Protestant war und die Engländer die Erbansprüche der katholischen Stuart-Dynastie abwehren wollten. Georg blieb der einzige britische König, der in Deutschland geboren wurde.
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Ab 1840 benannte sich das Königshaus nach dem deutschen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Königin Victoria, die Tochter einer deutschen Prinzessin, hatte Albert, einen Prinzen des gleichnamigen Adelshauses, geheiratet.
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Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg-Gotha war Victorias Cousin mütterlicherseits. Bis zu seinem Tod 1861 hatte Albert großen Einfluss auf die britische Politik und gewann hohes Ansehen. Die Königin selbst starb 1901 nach fast 64-jähriger Herrschaft in den Armen ihres Enkels, Deutschlands letztem Kaiser Wilhelm II. Dessen Mutter war die älteste Tochter der Queen.
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Die Beziehungen zur deutschen Familie wurde aber manchmal auch von dunklen Wolken überschattet: Wegen der deutschen Rolle im Ersten Weltkrieg änderte Georg V. im Jahr 1917 den Namen der Dynastie in Windsor.
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Und auch Königin Elisabeths Eltern, König Georg VI. und Elizabeth Bowes-Lyon, erlebten schwere Zeiten während des zweiten Weltkriegs. In einem Brief schilderte "Queen Mum", dass sie und ihr Mann es während eines Luftangriffs am 13. September 1940 nicht schnell genug in den Luftschutzbunker geschafft hatten, als eine Fliegerbombe im Innenhof des Buckingham Palasts einschlug. Bei dem Angriff waren drei Diener verletzt worden.
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Trotzdem durfte ihre Tochter nach dem Krieg einen Adeligen mit deutscher Herkunft ehelichen. Elizabeth heiratete am 2. Juni 1953 Prinz Philip von Griechenland und Dänemark in der Westminster-Abtei in London.
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Prinz Philip, der Herzog von Edinburg, stammte väterlicherseits aus dem Adelsgeschlecht Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Die Familie stellt noch heute die Monarchen von Dänemark und Norwegen. König Georg I. von Griechenland war Philips Großvater. Seine Mutter, eine geborene von Battenberg, gehörte dem hessischen Landadel an. Seit dem Ersten Weltkrieg nennt sich Philips Familie Mountbatten.
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Auch heute noch pflegt das britische Königshaus ihre Verbindung zur deutschen Verwandtschaft. Als Prinz William seine Kate heiratete, soll Ernst August von Hannover auch zur Traumhochzeit eingeladen gewesen sein. Der Welfenprinz ist ein Urenkel von Kaiser Wilhelm II und führt den Titel "Prinz von Großbritannien und Irland" im Namen.

Wie deutsch ist die Queen?

London - Wie viel deutsches Blut fließt noch in Königin Elisabeths Adern? Seit fast 300 Jahren ist das britische Königshaus mit deutschen Adelsgeschlechtern verwandt. Wie es dazu kam, zeigen wir hier:

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